Jürgen Klopp (2026- ?) „Kloppo“ genannt
Oliver Bierhoff, ehemaliger DFB-Geschäftsführer, macht das Scheitern von Joachim Löw nach der WM 2018 sowie dessen Nachfolger Hansi Flick und Julian Nagelsmann nicht allein an den Bundestrainern, der Aufstellung oder den Rahmenbedingungen fest. In einem erst kürzlich mit dem „KICKER“ geführten Interview vertrat Bierhoff die Ansicht, dass die Mannschaften „drei kompetente und erfolgreiche Trainer verschlissen“ haben. Er sah und sieht die Nationalspieler in die Pflicht- und vermisst vor allem Führungspersönlichkeiten. Das, so Bierhoff, sei ein grund-sätzliches Problem im aktuellen Kader: „Unsere Spieler haben nach wie vor gute Qualität, aber im Vergleich zu Frankreich und Spanien nicht die herausragenden Persönlichkeiten mit hohen individuellen Stärken“. Und ergänzte, dass ein „Persönlichkeits- und Charakter-Thema“ bestehen würde. Bei den beiden Weltmeisterschaften in Katar und den USA habe er zu wenig „Herz, Leidenschaft und Charakter“ wahrgenommen. In schwierigen Turniermomenten habe der Mannschaft etwas gefehlt: „Wir haben sehr professionelle und gute Spieler, aber zu wenige, die Verantwortung und Initiative auf dem Platz übernehmen“.