VfB Stuttgart
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„Haben in allen Konstellationen viel Qualität“
„Haben in allen Konstellationen viel Qualität“
In den Auswärtsspielen in Rom und Gladbach stand Finn Jeltsch erstmals seit Mitte Dezember wieder in der Startformation des VfB machte einen starken Eindruck. Auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen YB bilanziert der 19-Jährige sein erstes Jahr und spricht über die Qualitäten im Abwehrverbund.Vor ziemlich genau einem Jahr, am 3. Februar 2025, schloss sich Abwehrspieler Finn Jeltsch dem VfB an und entwickelte sich nach seinem Wechsel vom 1. FC Nürnberg aus der 2. Bundesliga schnell zu einer festen Größe im Team von Cheftrainer Sebastian Hoeneß, der große Stücke auf den 19-Jährigen hält. „Finn hat sich als Soforthilfe entpuppt, viele gute Spiele gezeigt und bringt für sein Alter ein enorm hohes Niveau mit. Natürlich gibt es aber auch Bereiche, in denen er sich noch verbessern kann.“ Seine ersten zwölf Monate in Bad Cannstatt hielten für Finn Jeltsch zahlreiche Highlights bereit: DFB-Pokalsieg in Berlin, Auszeichnung mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold, erste Einsätze für die deutsche U21-Nationalmannschaft und auch im Europapokal.
Auf der Pressekonferenz vor dem abschließenden Ligaphasen-Heimspiel in der UEFA Europa League gegen den BSC Young Boys schaute der 19-Jährige auf sein erstes Jahr in Bad Cannstatt zurück, blickt auf das Duell mit YB voraus und spricht über seine Qualitäten auf dem Platz.
Finn Jeltsch über…
…die Ausgangslage vor dem Spiel gegen Bern:„Wir haben nichts durchgerechnet, sondern richten unseren Fokus vollkommen auf unser eigenes Spiel. Zuerst müssen wir unsere Pflicht erledigen, denn wir haben das Achtelfinale nicht mehr in der eigenen Hand. Nach dem Spiel informieren wir uns über den Ausgang der anderen Spiele und schauen, ob es noch für die direkte Achtelfinal-Qualifikation gereicht hat.“
…den Gegner:„Man kennt die Spieler, teilweise aus der Bundesliga. In den vergangenen Tagen wurden uns unsere Gegenspieler vorgestellt und wir haben die Möglichkeit, uns über eine App Videos der Spieler zur Vorbereitung anzuschauen. Wir wissen um die individuelle Qualität der Young Boys.“
…die Variabilität in der VfB-Defensive:„Wir haben in den vergangenen Monaten viel rotiert und in verschiedenen Systemen gespielt. Mir liegt es, wenn ich hochstehen und aktiv zum Spielaufbau beitragen kann. Wir haben unterschiedliche Qualitäten, weswegen ich keinen Lieblings-Abwehrkollegen habe. Am meisten habe ich wohl mit Jeff Chabot gespielt, aber wir verfügen in allen Konstellationen über viel Qualität.“
…seine Stärken und sein Selbstverständnis auf dem Platz: „Ich habe in der Jugend lange als Achter gespielt – eine Position, auf der man häufiger zu Vorstößen ansetzen kann, wohingegen ich als Innenverteidiger das ganze Spiel vor mir habe. Es ist in meinem Kopf verankert, in gewissen Situationen vorzustoßen. Ich sehe mich als offensiv denkenden Innenverteidiger, der stark am Ball ist, aber auch Geschwindigkeit und Zweikampfstärke mitbringt. Neben dem Platz bin ich sehr ehrgeizig, investiere viel in meinen Körper und bewahre bei kleineren Rückschlägen wie in der Hinrunde meine Ruhe.“
…seine Anfangszeit in Stuttgart und die Unterstützung seiner Familie:„Ich habe mich in Stuttgart sehr schnell eingefunden und wohlgefühlt. Dabei hat geholfen, dass ich auf Anhieb viel Spielzeit bekommen habe, womit man nicht unbedingt rechnen konnte. Für mich geht es in der nächsten Zeit darum, mich weiterhin an die Intensität zu gewöhnen und fit zu bleiben.“
…die Unterstützung seiner Familie und Freunde: „Dadurch, dass es aus Nürnberg nicht so weit nach Stuttgart ist, besuchen meine Familie und meine Freunde häufig unsere Spiele. Wenn wir frei haben, fahre ich selbst auch oft in die Heimat. Ich habe zu meinem engen Kreis eine tiefe Verbindung.“
Die Pressekonferenz in voller Länge:
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stadion aktuell | UEFA Europa League 2025/2026 | 8. Spieltag
Wer in den 16 Seiten des Stadionmagazins blättern und sich damit optimal auf das Heimspiel am Donnerstag, 29. Januar 2026, 21 Uhr, gegen den BSC Young Boys einstimmen möchte, kann ab sofort das E-Paper kostenfrei lesen oder sich die STADION AKTUELL in der VfB-Magazine-App anschauen. Wie immer liegt die gedruckte Version der STADION AKTUELL am Spieltag im Umgriff der MHP Arena aus.
Die Themen sind:
- Editorial: Dietmar Allgaier und Alexander Wehrle
- Profis: Interview mit Ermedin Demirovic
- Zu Gast: BSC Young Boys
- VfB-Frauen: The next step
- MHP Arena: Karrieremesse 2026
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„Ein riesiges Glücksgefühl“
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„Ein riesiges Glücksgefühl“
Ermedin Demirovic fiel 91 Tage lang aus, inzwischen ist er zurück. Im STADION AKTUELL-Interview spricht der Stürmer über seine Reha, das Comeback – und ein privates Glück.Exakt 91 Tage lang musste Ermedin Demirovic aussetzen, aufgrund einer Fußverletzung. Nun ist er zurück – und traf direkt bei seinem ersten Startelf-Einsatz am 13. Januar 2026 gegen Eintracht Frankfurt. Vor dem letzten Spieltag in der UEFA Europa League-Ligaphase am Donnerstag, 21 Uhr, live bei RTL+ sowie im VfB Radio und im VfB Liveticker, gegen Young Boys Bern spricht der Stürmer über seine Reha und sein Comeback sowie die Entwicklung der Mannschaft und den Saisonverlauf.
Hallo ‚Demi‘, es ist schön, dich nach deiner Fußverletzung wieder auf dem Rasen zu sehen. Inwiefern bist du schon wieder in der Nähe deiner Optimalform?
‚Demi‘: „Ich fühle mich wieder richtig gut, spüre keinerlei Schmerzen mehr. Ich bin insgesamt auf einem guten Level. Zudem gab mir das Tor gegen Eintracht Frankfurt einen zusätzlichen Schub. Und jede Trainingseinheit und jedes Spiel bringen mich weiter an meine Top-Verfassung.“
Es war tatsächlich eine der ersten längeren Verletzungspausen in deiner Profikarriere. Du musstest 91 Tage lang aussetzen. Wie bist du damit umgegangen?
‚Demi‘: „Ich bin ein sehr ehrgeiziger und mitunter auch ungeduldiger Mensch. Daher war das etwas Neues, über einen solch langen Zeitraum weder mit der Mannschaft trainieren noch spielen zu können. Das ist für einen Fußballer natürlich schwierig – ich habe alleine schon das Auspowern vermisst. Mir haben meine Familie und Freunde sehr geholfen, auch mit meinen Teamkollegen und dem Trainerteam war ich regelmäßig in Kontakt. Ich bin positiv geblieben, wusste, dass die Verletzung komplett ausheilen wird, wenn ich es behutsam und Schritt für Schritt angehe.“
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Was waren Schlüsselmomente während der Reha, die dir Kraft und Motivation gegeben haben?
‚Demi‘: „Ich hatte stets das klare Ziel vor Augen, möglichst mit Jahresbeginn 2026 wieder zurück zu sein. Das gab mir Kraft und daran habe ich mich orientiert, ohne etwas zu überstürzen. Dieser Plan ist gut aufgegangen. Mir sind zwei Momente besonders im Kopf geblieben: Es war ein schönes Gefühl, erstmals nach der Verletzung wieder mit dem Ball am Fuß auf dem Rasen trainieren zu können. Und später, als ich die erste Einheit mit der Mannschaft absolviert habe, war ich ebenfalls sehr glücklich. Es tut gut, solche Etappenziele zu erreichen.“
Bei deinem Startelf-Comeback – es war der 3:2-Heimsieg am 13. Januar 2026 gegen Eintracht Frankfurt – hast du den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich erzielt. Was ging dir nach diesem Tor durch den Kopf?
‚Demi‘: „Es war ein riesiges Glücksgefühl. Ich habe an Momente gedacht, in denen ich mich geschunden habe, um zurückzukommen, und mir gingen viele Personen durch den Kopf, die mich bei der Reha enorm unterstützt haben – Familie, Freunde, Trainer, Staff, Mitspieler. Ich denke gerne an den Treffer und die Emotionen zurück.“
Bundesliga, UEFA Europa League und DFB-Pokal: In allen Wettbewerben wird es zunehmend spannender. Wie bewertest du den bisherigen Saisonverlauf des VfB?
‚Demi‘: „Wir sind in allen drei Wettbewerben in einer guten Ausgangsposition, die wir uns gemeinsam erarbeitet haben. Diese möchten wir nutzen, um es zu einer erfolgreichen Saison für den VfB zu machen. Es ist dabei wichtig, dass wir von Spiel zu Spiel denken, den Fokus richtig setzen und stets die nächste Aufgabe im Blick haben. Es macht wenig Sinn, heute schon über April oder Mai nachzudenken.“
In dem europäischen Wettbewerb folgt mit der Heimpartie gegen Bern der letzte Spieltag in der Ligaphase. Wie nehmt ihr die Partie an?
‚Demi‘: „Wir wollen das Spiel unbedingt gewinnen. Und zwar aus ganz unterschiedlichen Gründen: Einerseits entspricht das unserem Naturell, in jeder Partie erfolgreich sein zu wollen. Andererseits ist es wichtig, die drei Punkte zu holen, um anschließend zu schauen, was sich damit noch in der Tabelle bewegen lässt. Und natürlich wollen wir unseren Fans zu Hause den Sieg schenken und mit ihnen gemeinsam in der Kurve feiern.“
In einem Interview hast du zuletzt erklärt, dass der DFB-Pokalsieg 2025 eine Gier auf weitere große Siege im Team ausgelöst habe. Woran machst du das fest?
‚Demi‘: „Ich nehme unsere Mannschaft seit dem Pokalsieg noch einen Tick fokussierter wahr. Bei jedem Teamkollegen hat dieser Titelgewinn einen gewissen Erfolgshunger geweckt. Das tut uns gut, weil es eine große Bereitschaft in die Mannschaft trägt, weiterhin konzentriert und hart zu arbeiten.“
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Du sprichst insgesamt sechs Sprachen. Inwiefern ist das ein Faktor, um neuen Spielern bei der Integration zu helfen?
‚Demi‘: „Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie es ist, neu in eine Mannschaft zu kommen. Ich habe selbst den einen oder anderen Vereinswechsel in meiner Karriere gehabt und war für jede Unterstützung dankbar. Daher ist es für mich selbstverständlich, mich beim VfB einzubringen, den Jungs zu helfen – sei es mit der Sprache, durch kleine Gesten oder gemeinsame Aktivitäten. Mir macht das einfach Freude.“
Zum Schluss noch eine private Frage: Du bist inzwischen stolzer Papa einer kleinen Tochter. Wie hat sich dein Leben dadurch verändert?
‚Demi‘: „Sicherlich kennt jeder Vater diese Gefühle: Es ist einfach großartig. Ein Kind schenkt einem völlig neue Eindrücke. Ich bin sehr stolz als Papa, freue mich jeden Tag auf die Kleine und die Zeit mit meiner Familie. Ich bin überwältigt, wie unsere Tochter stets neue Dinge lernt und welche Entwicklungssprünge sie macht. Es ist eine besondere Zeit.“
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stadion aktuell | UEFA Europa League 2025/2026 | 8. Spieltag
Wer in den 16 Seiten des Stadionmagazins blättern und sich damit optimal auf das Heimspiel am Donnerstag, 29. Januar 2026, 21 Uhr, gegen den BSC Young Boys einstimmen möchte, kann ab sofort das E-Paper kostenfrei lesen oder sich die STADION AKTUELL in der VfB-Magazine-App anschauen. Wie immer liegt die gedruckte Version der STADION AKTUELL am Spieltag im Umgriff der MHP Arena aus.
Weitere Themen sind:
- Editorial mit Dietmar Allgaier und Alexander Wehrle
- Zu Gast: BSC Young Boys
- VfB-Frauen: The next step
- MHP Arena: Karrieremesse 2026
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Playoffs oder Achtelfinale?
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Playoffs oder Achtelfinale?
Das ist die entscheidende Frage für den VfB vor dem letzten Spieltag in der UEFA Europa League-Ligaphase. Der Ausgang beeinflusst Auslosung, Gegner und nächste Termine.Ein paar Aspekte stehen bereits fest. Und das sogar vor dem letzten Spieltag in der UEFA Europa League-Ligaphase, an dem der VfB am Donnerstagabend, 29. Januar 2026, ab 21 Uhr, live bei RTL sowie im VfB Radio und im VfB Liveticker, auf den BSC Young Boys trifft. Die Jungs aus Cannstatt haben ihr Ticket für die nächste Runde vorzeitig gelöst, erstmals seit 13 Jahren wird das Team mit dem roten Brustring somit wieder die K.o.-Phase eines europäischen Wettbewerbs erreichen. Offen ist dagegen, ob es die Playoffs oder direkt das Achtelfinale werden, wann gespielt wird – und auf wen der VfB überhaupt treffen kann. Ein Überblick vor der Auslosung am Freitag, 30. Januar 2026:
Wie ist die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag der Ligaphase?
Der VfB rangiert mit zwölf Punkten auf Tabellenplatz 13. Der Club aus Cannstatt ist damit sicher für die Playoffs qualifiziert. Um bereits direkt den Sprung ins Achtelfinale zu schaffen, muss das Team mit dem roten Brustring die „Top 8“ der Tabelle erreichen. Das funktioniert nur noch, wenn einerseits der VfB gegen Bern gewinnt sowie andererseits Rom, Ferencvaros, Betis Sevilla, Porto, Genk, Roter Stern Belgrad und PAOK Saloniki jeweils so Punkte liegen lassen, dass Stuttgart fünf dieser sieben Clubs am letzten Spieltag noch überholen kann.
Wann und wo findet die Auslosung statt?
Die Auslosung für die Playoffs der UEFA Europa League findet am Freitag, 30. Januar 2026, statt – sie beginnt um 13 Uhr im „Haus des Europäischen Fußballs“ im Schweizer Ort Nyon. Die Zeremonie wird live auf der Website der UEFA und in der offiziellen UEFA Europa League-App gestreamt.
Wie werden die Paarungen für die Playoffs ermittelt?
Keine Relevanz für die Auslosung haben die besten acht Mannschaften der Tabelle – sie sind direkt für das Achtelfinale qualifiziert. Im Lostopf für die Playoffs befinden sich somit jene Teams, die die Ligaphase auf den Plätzen neun bis 24 abgeschlossen haben. Die Paarungen für die Playoffs werden nach folgenden Prinzipien gebildet:
- Die Clubs auf den Plätzen neun und zehn werden gegen die Clubs auf den Plätzen 23 und 24 gelost.
- Die Clubs auf den Plätzen elf und zwölf werden gegen die Clubs auf den Plätzen 21 und 22 gelost.
- Die Clubs auf den Plätzen 13 und 14 werden gegen die Clubs auf den Plätzen 19 und 20 gelost.
- Die Clubs auf den Plätzen 15 und 16 werden gegen die Clubs auf den Plätzen 17 und 18 gelost.
Das Team, das in der Tabelle weiter vorne platziert ist, genießt im Rückspiel stets Heimrecht. Ein Beispiel: Würde der aktuelle Tabellenstand als Basis dienen, träfe Stuttgart entweder auf Panathinaikos oder Dinamo Zagreb, würde zunächst auswärts und anschließend in der heimischen MHP Arena antreten.
Können Teams eines Verbandes zusammengelost werden?
Ja. In den Playoffs können Mannschaften auf andere Teams aus demselben nationalen Verband treffen. Die Vereine können auch auf Gegner treffen, gegen die sie bereits in der Ligaphase gespielt haben.
Wann werden Playoffs und Achtelfinale gespielt?
Die Playoff-Hinspiele finden am Donnerstag, 19. Februar 2026, statt; die Playoff-Rückspiele sind für Donnerstag, 26. Februar 2026, terminiert. Die acht Teams, die sich in den Playoffs durchsetzen, ziehen ins Achtelfinale ein, das am Freitag, 27. Februar 2026, ausgelost wird. Absolviert werden wird die Runde der letzten 16 am Donnerstag, 12. März 2026, und am Donnerstag, 19. März 2026.
Wie komme ich an Karten für die weiteren VfB-Spiele?
Der VfB wird – wie gewohnt – rechtzeitig über den Verkauf der Tickets für die weiteren UEFA Europa League-Partien informieren. Dies gilt sowohl für den Fall der Playoffs als auch des Achtelfinals.
Freier Verkauf für das Baden-Württemberg-Duell
Für das Bundesliga-Heimspiel am Sonntag, 1. Februar 2026, um 15.30 Uhr, gegen den SC Freiburg sind noch Tickets in verschiedenen Kategorien verfügbar.
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Matchfacts: Gute Vorzeichen vor dem Showdown
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Matchfacts: Gute Vorzeichen vor dem Showdown
Letzter Spieltag in der UEFA Europa League-Ligaphase: Der VfB empfängt den Schweizer Vertreter BSC Young Boys in der MHP Arena – und will einen ähnlich starken Auftritt wie vor 13 Monaten zeigen.Die Top 3 zu VfB gegen Bern:
- Im Dezember 2024 traf der VfB in der UEFA Champions League auf YB – und gewann mit 5:1
- YB gewann nur eins der vergangenen 15 Auswärtsspiele im Europacup
- Berns Coach Gerardo Seoana trainierte zuletzt Mönchengladbach und Leverkusen in der Bundesliga
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Bilanz: Starke Quote gegen Schweizer Clubs
Der VfB hat gegen Schweizer Clubs eine starke Quote: Zehn Spiele, acht Siege, zwei Niederlagen, bei 32:12 Tore. Die Niederlage am zweiten Spieltag der laufenden UEFA Europa League-Saison in Basel (0:2) war die erst zweite des VfB gegen eine Schweizer Mannschaft in einem europäischen Wettbewerb. Gegen YB ist die Bilanz mit zwei Siegen aus drei Spielen (10:5 Tore) ebenfalls positiv.
Blick zurück: Drittes Aufeinandertreffen in der UEFA Europa League
Erstmals begegneten sich der VfB und die Young Boys in der Gruppenphase der UEFA Europa League-Saison 2010/2011. Während der VfB sein Heimspiel nach Toren von Cacau, Christian Gentner und Serdar Tasci mit 3:0 gewann, siegten die Berner im Rückspiel mit 4:2. Pavel Pogrebnyak und Sven Schipplock hatten für die zwischenzeitliche 2:1-Führung im Stadion Wankdorf gesorgt. In der vergangenen Saison 2024/2025 folgte, diesmal in der UEFA Champions League, das Wiedersehen mit dem 17-maligen Schweizer Meister. Der VfB gewann nach frühem Rückstand am Ende mit 5:1. Angelo Stiller, Enzo Millot, Chris Führich, Josha Vagnoman und Yannik Keitel trafen für den VfB, während Fabian Rieder, früherer Jugend- und Profispieler der Berner, drei Vorlagen beisteuerte.
Dürftige Quote: YB tut sich auswärts schwer
Der BSC Young Boys verlor vier der letzten fünf Auswärtsspiele bei deutschen Teams in europäischen Wettbewerben. Die einzige Ausnahme war dabei ein 2:0 gegen Bayer 04 Leverkusen im Februar 2021 in der UEFA Europa League. Außerdem gewann YB nur eines der vergangenen 15 Auswärtsspiele in europäischen Wettbewerben (drei Remis, elf Niederlagen), nämlich gegen FCS Bukarest in der laufenden Saison. Insgesamt hat YB in europäischen Auswärtsspielen eine Siegquote von nur zwölf Prozent (sieben Siege in 57 Spielen).
Wenig Gastgeschenke: Starke Heimspielbilanz des Cheftrainers
Sebastian Hoeneß gewann sechs seiner sieben Heimspiele in der UEFA Europa League (drei Siege und ein Remis mit Hoffenheim, drei Siege mit dem VfB). Die einzige Partie, die er nicht gewann, war eine 0:2-Niederlage mit der TSG Hoffenheim gegen Molde FK im Februar 2021.
Vierter Sieg im Blick: Hat die Serie Bestand?
Eine längere Siegesserie als die aktuelle (drei Siege) gelang dem VfB in europäischen Wettbewerben zuletzt zwischen September 2002 und November 2003 (sieben Heimsiege in Folge).
Zweiter Besuch: Seoane gastiert erneut am Neckar
Kurz nachdem er Ende August 2025 mit Borussia Mönchengladbach sein Gastspiel beim VfB knapp mit 0:1 verloren hatte, musste Cheftrainer Gerardo Seoane rund zwei Wochen später nach 78 Pflichtspielen an der Seitenlinie der Borussia seinen Hut nehmen. Wenig später verpflichtete YB den 47-Jährigen, der bei den Westschweizern zwischen 2018 und 2021 bereits eine erfolgreiche Ära mit drei Meistertiteln und einem Pokalsieg geprägt hatte. Am Donnerstag folgt damit der zweite Besuch des Schweizers in der MHP Arena in der laufenden Saison. Seine Bilanz gegen den VfB ist mit vier Siegen und drei Niederlagen aus sieben Spielen leicht positiv.
Personal: Luca Jaquez kehrt gegen YB zurück
Tiago Tomas, Dan-Axel Zagadou (beide Muskelverletzung) und Lazar Jovanovic (Rückenprobleme) werden dem VfB gegen YB fehlen. Bilal El Khannouss ist nach seiner Gelbsperre in der vergangenen Partie ebenso wieder eine Option wie Abwehrspieler Luca Jaquez, der zuletzt aufgrund einer Muskelverletzung ausfiel. Was einen Einsatz des an der Nase verletzten Ramon Hendriks angeht, ist Cheftrainer Sebastian Hoeneß optimistisch.
Zuschauer: Einzelne Tickets im Mitgliederverkauf
Für das letzte Heimspiel der UEFA Europa League-Ligaphase sind noch vereinzelte Tickets im Mitgliederverkauf erhältlich. Der Gästeblock bleibt, aufgrund eines Ausschlusses der Gästefans, geschlossen.
Schiedsrichter: Debüt für spanischen Unparteiischen
Javier Alberola Rojas (SR), Alfredo R. Moreno (SR-A1), Marcos C. Agiular (SR-A2), Victor G. Verdura (4. Offizieller), Valentin P. Gomez (VA), Guillermo C. Fernandez (VA-A).
Nach bislang drei Einsätzen in der UEFA Conference League ist Schiedsrichter Javier Alberola Rojas zum ersten Mal in der UEFA Europa League im Einsatz. Er wird von einem rein spanischen Gespann unterstützt.
Wetter: Schneefall erwartet
Am Donnerstagabend werden in Stuttgart Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt sowie leichter Schneefall erwartet.
Übertragung
VfB-Kanäle
TV/Stream
Radio
- Sportschau
- ARD-Audiothek
- Die Neue 107.7
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David Krecidlo erhält höchste Trainer-Lizenz
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David Krecidlo erhält höchste Trainer-Lizenz
Der Co-Trainer des VfB schließt den einjährigen Lehrgang erfolgreich ab. Auch ein ehemaliger Coach und zwei einstige Spieler des Clubs aus Cannstatt zählen zu den Absolventen.David Krecidlo gehört zu den erfolgreichen Absolventen des 71. Pro-Lizenz-Lehrgangs. Der Co-Trainer der Profimannschaft des VfB erhielt sein Zertifikat im Rahmen einer feierlichen Abschlussveranstaltung am Dienstagabend, 27. Januar 2026, auf dem DFB-Campus in Frankfurt am Main überreicht. Die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) konzipierte Ausbildung stellt die höchste Qualifizierungsstufe für Trainer im Profibereich dar. Geleitet wurde der Kurs, der einst als Fußballlehrer-Lehrgang bekannt war und im Januar vergangenen Jahres begann, von Arno Michels. Die Weiterbildung setzt sich aus einer Mischung aus Präsenz-, Online- und Anwendungsphasen zusammen.
Auch Markus Fiedler, Roberto Hilbert und Christian Tiffert dabei
David Krecidlo kam – gemeinsam mit Chefcoach Sebastian Hoeneß – zum VfB und ist somit seit April 2023 als Co-Trainer für den Club mit dem roten Brustring tätig. Zuvor arbeitete der 42-Jährige bei der TSG Hoffenheim, dem FC Bayern München und RB Leipzig. Seine erste Trainerstation absolvierte der gebürtige Berliner bei Hertha 03 Zehlendorf.
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Mit Markus Fiedler ist zudem ein weiterer Coach mit VfB-Vergangenheit unter den Absolventen. Er war von 2015 bis 2025 beim Club aus Cannstatt tätig, zuletzt als Trainer der U21 und nahm in dieser Funktion den Kurs auf. Mit Beginn der Saison 2025/2026 wechselte er zum 1. FC Magdeburg. Mit Roberto Hilbert, der von 2006 bis 2010 für den VfB auflief und im Jahr 2007 die Deutsche Meisterschaft gewann, sowie Christian Tiffert, der von 2000 bis 2006 das Trikot mit dem roten Brustring trug, gehören zudem zwei ehemalige Profis des VfB zu den Lehrgangsabsolventen.
Malik Fathi im aktuellen Pro-Lizenz-Lehrgang vertreten
Auch im aktuellen Pro-Lizenz-Lehrgang, die nunmehr 72. Auflage der Ausbildung, ist der VfB vertreten: Malik Fathi, Co-Trainer der Profimannschaft, ist einer der 17 Teilnehmer, die in den nächsten zwölf bis 15 Monaten die höchste Qualifizierungsstufe für Trainer im Profibereich erlangen möchten.
Foto: DFB/dpa Picture-Alliance
Das sind die Absolventen des 71. Pro-Lizenz-Lehrgangs
Niko Arnautis (Eintracht Frankfurt), Theodoros Dedes (zuletzt TSG Hoffenheim), Markus Fiedler (zuletzt 1. FC Magdeburg), Alexander Hahn (Holstein Kiel), Roberto Hilbert (SpVgg Greuther Fürth), Florian Kästner (FC Carl Zeiss Jena), Ralf Kettemann (SC Paderborn), Lars Kornetka (ÖFB/Männer-Nationalmannschaft), David Krecidlo (VfB Stuttgart), Dennis Schmitt (Eintracht Frankfurt), Christian Tiffert (Hansa Rostock), Saban Uzun (zuletzt 1. FC Magdeburg), Eva-Maria Virsinger (TSG Hoffenheim), Sandro Wagner (zuletzt FC Augsburg), Vincent Wagner (SV Elversberg), Heiko Westermann (FC Barcelona), Sabrina Wittmann (FC Ingolstadt)
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Sieg im letzten Testspiel der Wintervorbereitung
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Sieg im letzten Testspiel der Wintervorbereitung
Nach dem 8:1-Erfolg am Mittwochabend gegen den VfL Herrenberg folgte im letzten Test der Wintervorbereitung ein deutlicher 9:0-Heimsieg gegen den Karlsruher SC.Von Beginn an bestimmten die VfB Frauen das Geschehen und erspielten sich früh zahlreiche Torchancen. Jana Beuschlein, Nicole Billa und Fabienne Dongus scheiterten zunächst noch an der Torhüterin des KSC, Maxi Rall am Pfosten. In der 23. Minute fiel jedoch die verdiente Führung: Jana Beuschlein staubte einen Lattenschuss von Fabienne Dongus zum 1:0 ab. Nach einem von Maxi Rall herausgeholten Foulelfmeter erhöhte Nicole Billa souverän auf 2:0 (35.). Maxi Rall sorgte im Anschluss für den 3:0-Halbzeitstand (45.).
Auch nach dem Seitenwechsel ließen die VfB Frauen nichts anbrennen. Ein schneller Doppelschlag durch Fabienne Dongus (50.) und Leonie Schetter (54.) stellte früh auf 5:0. In der Folge brachten die Einwechslungen neuen Schwung in die Partie: Joy Castor umkurvte die Torhüterin und traf zum 6:0 (66.). Beim Comeback nach ihrer Knieverletzung erzielte Haruka Osawa das 7:0 (78.). Julia Glaser erhöhte mit einem Distanzschuss auf 8:0 (80.), ehe Leonie Kopp mit dem Treffer zum 9:0 den Schlusspunkt setzte (88.).
VfB Frauen-Cheftrainer Heiko Gerber:„Wir sind von Anfang an sehr gut im Spiel gewesen, haben den Gegner unter Druck gesetzt und zu Fehlern gezwungen. Gegen den Ball waren wir sehr griffig, hatten gute Ballgewinne und eine stabile Restverteidigung. Die Spielerinnen, die von der Bank kommen, knüpfen nahtlos an der Leistung an und geben uns wichtige Impulse. Es war ein gelungener Test, den wir aber nicht überbewerten wollen. Gegen Andernach nächste Woche wird das eine andere Aufgabe werden, aber die Vorfreude ist groß.“
So spielten die VfB Frauen: 1 Beck – 5 Temaj, 7 Redzepi, 8 Rall, 16 Hechler, 19 Hirano, 20 Beuschlein (C), 26 Billa, 32 T. Dongus, 33 F. Dongus, 77 Schetter
Zunächst auf der Bank: 25 Boettcher – 2 Hofmann, 4 Schäfer, 9 Glaser, 11 Rückert, 13 Kopp, 21 Babic, 29 Meßmer, 30 J. Castor, 79 Osawa
Das nächste Spiel:
Am kommenden Sonntag starten die VfB Frauen in die zweite Saisonhälfte der 2. Frauen-Bundesliga. Zuhause empfängt das Team von Cheftrainer Heiko Gerber die SG 99 Andernach. Anpfiff ist um 12 Uhr.
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So schnell sieht man sich wieder
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So schnell sieht man sich wieder
Der Trainer und einige Spieler sind aus der Bundesliga bekannt, die Form von Stuttgarts nächstem Gegner ist ausbaufähig. Die Young Boys im Check:Der Rückblick
Wiedersehen macht bekanntlich Freude. Umso mehr, wenn das letzte Aufeinandertreffen mit positiven Erinnerungen verbunden ist. Vor etwas mehr als einem Jahr, im Dezember 2024, kam es am sechsten Spieltag der UEFA Champions League zum Duell zwischen dem VfB und dem BSC Young Boys – am Ende gewann der VfB nach 0:1-Rückstand gar 5:1.
Die Ausgangslage
Ein Sieg, idealtypisch auch ein klarer, ist auch am Donnerstag in der letzten Partie der Ligaphase in der UEFA Europa League gegen die Schweizer nötig, um am Ende die gesteckten Ziele zu erreichen. Nach der 0:2-Niederlage vor Wochenfrist in Rom muss der VfB gegen YB dreifach punkten, um sich die kleine Chance auf eine direkte Achtelfinalteilnahme zu erhalten. Ein Remis oder eine Niederlage würde den Umweg über die Playoffs am 19. und 26. Februar 2026 und somit zwei zusätzliche Spiele bedeuten. Um diese Qualifikationsspiele kämpft derweil auch noch das Team des ehemaligen Bundesliga-Trainers Gerardo Seoane, das zuletzt zu Hause mit 0:1 gegen Olympique Lyon den Kürzeren zog und mit aktuell neun Punkten auf der Habenseite knapp über dem Strich steht, der die Playoff-Teams von den Mannschaften trennt, die am Ende ausscheiden werden. Es geht somit um viel für beide Seiten.
Der Trainer
Aktueller Chefcoach des 17-fachen Schweizer Meisters ist der aus der Bundesliga bestens bekannte Gerardo Seoane. Der 47-Jährige verließ YB im Jahr 2021 nach einer äußerst erfolgreichen Periode gen Leverkusen und betreute die Werkself 15 Monate lang. Vor seinem neuerlichen Engagement war er bis September 2025 knapp zwei Jahre lang als Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach angestellt.
Die Bundesliga-Connection
Mit Ersatztorhüter Heinz Lindner (Frankfurt), Saidy Janko (Bochum), Edimilson Fernandes (Mainz), Armin Gigovic (Kiel), Chris Bedia (Union) und Sergio Córdova (Augsburg) haben außer dem Cheftrainer noch sechs weitere Akteure im Kader der Schweizer in der Vergangenheit in der höchsten deutschen Spielklasse ihre Qualitäten nachgewiesen.
Die Stammkräfte
Über Qualität verfügt in jedem Fall auch Berns junger Keeper Marvin Keller, der auch schon zum erweiterten Kreis der A-Nationalmannschaft zählt. Weitere Stammkräfte in Gerardo Seoanes 4-2-3-1-System sind unter anderem Gregory Wüthrich, Kapitän Loris Benito (beide Abwehr), Darian Males und Alvyn Sanches (beide Mittelfeld).
Die Form
Dem VfB dürfte bei der spannungsgeladenen Partie am Donnerstag nicht nur die aktuelle sportliche Krise bei YB mit fünf Niederlagen und einer Differenz von 4:17 Toren in den vergangenen fünf Spielen, sondern auch die Tatsache entgegenkommen, das so wichtige Spiel gegen YB in heimischen Gefilden austragen zu können. Denn zum einen dürfen nach Ausschreitungen beim UEFA Europa League-Auswärtsspiel gegen Aston Villa in Birmingham keine Gästefans mit nach Stuttgart reisen, zum anderen weist der VfB in der bisherigen Europacup-Saison eine makellose Heimbilanz auf: Alle drei bisherigen Heimspiele in der UEFA Europa League (2:1 gegen Vigo, 2:0 gegen Feyenoord und 4:1 gegen Maccabi Tel Aviv) wurden gewonnen. Die Young Boys holten derweil zwei ihrer bislang drei Siege ebenfalls zu Hause (3:2 gegen Rasgrad und 1:0 gegen Lille) und konnten lediglich am zweiten Spieltag in Bukarest (0:2) dreifach punkten. Die übrigen vier Spiele zu Hause gegen Panathinaikos (1:4), bei PAOK (4:0), bei Aston Villa (2:1) und eben zuletzt zu Hause gegen Lyon (0:1) gingen verloren.
Freier Verkauf für das Baden-Württemberg-Duell
Für das Bundesliga-Heimspiel am Sonntag, 1. Februar 2026, um 15.30 Uhr, gegen den SC Freiburg sind noch Tickets in verschiedenen Kategorien verfügbar.
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Einst Jugendbewegung, heute Spitzenclub
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Einst Jugendbewegung, heute Spitzenclub
Der BSC Young Boys zählt zu den besten Teams der Schweiz. Und hat die eine oder andere Parallele zum VfB. Am Donnerstag spielen die Clubs gegeneinander.Einzig die Saison 2021/2022 war eine Ausnahme: Damals hieß der Schweizer Meister FC Zürich. Ansonsten gab es in den vergangenen zehn Jahren nur zwei Mannschaften, die den Titel in der Super League gewinnen konnten. Dreimal der FC Basel, bereits am zweiten Spieltag der UEFA Europa League-Ligaphase einer der Gegner des VfB, und sechsmal der kommende Kontrahent BSC Young Boys aus Bern. Und auch wenn es in der aktuellen Spielzeit noch nicht nach Wunsch läuft und man den eigenen Ansprüchen etwas hinterherhinkt, ist und bleibt YB ein Spitzenteam in der Schweiz. Und ein Club mit großer Tradition und Historie.
Fünf Jahre jünger als der VfB
Im Jahr 1898 gegründet, ist der Verein fast so alt wie der VfB, der auf eine fünf Jahre längere Vereinsgeschichte zurückblicken kann. Ursprünglich waren die Young Boys das Schülerteam des FC Bern, von dem man sich recht schnell abspaltete. Schon im Jahr 1900 wurde man offiziell im Schweizer Fußballverband aufgenommen. Kurioserweise hat der Name des Vereins mit der Stadt des aktuell größten nationalen Konkurrenten zu tun. Denn „Young Boys“ wurde abgeleitet von den „Old Boys“ aus Basel. Junge Berner Gymnasiasten wollten mit dem Namen kurz vor der Jahrhundertwende eine ähnliche Identität schaffen, wie es den damals populären „Old Boys“ aus Basel gelungen war. Young Boys sollte für Dynamik und Aufbruch stehen, ein junges Team symbolisieren – und sich somit von etablierten Teams abheben. Auch die Vereinsfarben Gelb-Schwarz wurden in Anlehnung an die Old Boys Basel übernommen, um die Verbindung zu verdeutlichen.
YB-Heimat nimmt besonderen Platz in deutscher Fußballgeschichte ein
Nachdem man in den Anfangsjahren noch auf verschiedenen Plätzen wie dem „Schwellenmätteli“, dem Spitalacker-Platz und dem Sportplatz Kirchenfeld spielte, fand die Bewegung im Jahr 1925 eine neue sportliche Heimat: das Stadion Wankdorf. Mit dem Umzug einher ging auch die abermalige Namensänderung in Berner Sport Club Young Boys, wie der Verein bis heute heißt. Fortan spielte YB im damals neu erbauten und 30.000 Zuschauer fassende Stadion und sorgte damit für viel Aufsehen und auch Neid bei der Konkurrenz. Zur Weltmeisterschaft 1954 war das Fassungsvermögen auf circa 64.000 Plätze angestiegen und das Stadion Wankdorf wurde zudem zu jener geschichtsträchtigen Spielstätte, in der Deutschland seinen ersten WM-Titel gewinnen sollte.
Zwei Trainer coachten Bern und den VfB
Ähnlich erfolgreich wie das DFB-Team 1954 war YB dann auch bis Mitte der 1960er Jahre, als der Club vier Meisterschaften und zweimal den Schweizer Cup gewinnen konnte. Danach folgten sportlich weniger erfolgreiche Zeiten und im Jahr 1997 sogar der Abstieg in die damalige Nationalliga B, der heutigen Challenge League. Mit der Jahrtausendwende gelang es den Young Boys wieder, an alte Erfolge anzuknüpfen. Nach vier Jahren im „Exil“ im Berner Neufeld-Stadion zog YB im Jahr 2005 ins neuerbaute Stadion Wankdorf ein, das zunächst noch „Stade de Suisse“ hieß. 2018 holte YB nach 32 Jahren endlich wieder die Schweizer Meisterschaft und war bereits ein Jahr später der mitgliederstärkste Verein in dem Nachbarland. Es folgten fünf weitere Meistertitel und Achtungserfolge auf internationalem Terrain – wie ein 2:1-Sieg gegen Manchester United in der UEFA Champions League (2021/2022), den YB mit dem VfB (2003/2004) somit gemein hat. Auch zwei Trainer „teilten“ sich beide Clubs: Albert Sing coachte die Schweizer von 1951 an über ein ganzes Jahrzehnt lang und stand später (1966 bis 1967 sowie 1974 bis 1975) auch beim VfB an der Linie. Dasselbe gilt für Christian Gross, der von 2009 bis 2010 beim VfB als Cheftrainer fungierte und wenig später beim BSC Young Boys tätig war.
Freier Verkauf für das Baden-Württemberg-Duell
Für das Bundesliga-Heimspiel am Sonntag, 1. Februar 2026, um 15.30 Uhr, gegen den SC Freiburg sind noch Tickets in verschiedenen Kategorien verfügbar.
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VfB Frauen knacken erste Zuschauermarke
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VfB Frauen knacken erste Zuschauermarke
Für das Heimspiel der VfB Frauen im März auf Baden-Württembergs größter Fußballbühne sind bereits über 10.000 Tickets verkauft.Insgesamt 4.963 Zuschauer besuchten die Heimspiele der VfB Frauen in der 2. Frauen-Bundesliga in der ersten Saisonhälfte 2025/2026. Das ist gleichbedeutend mit dem ersten Rang in dieser Liga-Statistik – gefolgt von Turbine Potsdam und dem SV Meppen (jeweils 3.909). Sportlich bekamen jene Anhänger bislang einiges geboten – als Herbstmeister verabschiedete man sich im alten Jahr aus der Hinrunde und möchte nun alles daransetzen, diese Leistung in der zweiten Saisonhälfte zu bestätigen. Neben spannenden Duellen und packenden Revanchen gilt die Vorfreude vor allem einem ganz besonderen Heimspiel im März diesen Jahres auf Baden-Württembergs größter Fußballbühne – in der MHP Arena in Bad Cannstatt.
10.000 Tickets gegen Mainz 05 verkauft
Am 21. oder 22. März empfangen die VfB Frauen von 14 Uhr an den 1. FSV Mainz 05 in der 2. Frauen-Bundesliga erstmals in der MHP Arena. Bereits über 10.000 VfBlerinnen und VfBler haben sich ihre Eintrittskarte für das Frauenfußball-Fest gesichert, das in die Club-Geschichte eingehen wird. Lasst euch dieses Highlightmatch nicht entgehen und sichert euch euer Ticket für diese ganz besondere Premiere des VfB-Frauenfußballs.
Ab fünf Euro in die Cannstatter Kurve
Stehplatz-Tickets in der Cannstatter Kurve gibt es für Kinder bis 13 Jahre bereits ab fünf Euro, Vollzahler können die Partie für zehn Euro im Herzen der MHP Arena verfolgen. Weitere Sitzplatzkarten in der Kurve und auf den Geraden kosten zwischen acht und 20 Euro.
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„Nie wieder“ – VfB Stuttgart beteiligt sich an 22. Erinnerungstag
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„Nie wieder“ – VfB Stuttgart beteiligt sich an 22. Erinnerungstag
Am heutigen Dienstag erinnert der VfB im Rahmen einer Gedenkstunde und weiteren Aktionen an die im Nationalsozialismus verfolgten, deportierten und ermordeten Menschen.Am heutigen 27. Januar 2026 jährt sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau zum 81. Mal. Rund um diesen Gedenktag erinnert der deutsche Fußball mit der Initiative „!Nie wieder“ an die Opfer des Nationalsozialismus und setzt ein starkes Zeichen für Menschenwürde, Respekt sowie gegen jede Form von Antisemitismus und Diskriminierung. Die vor 22 Jahren ins Leben gerufene Initiative ist längst ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Engagements im Profifußball: Vereine in ganz Deutschland tragen ihre Botschaft sichtbar in Stadien, Fanblöcke und die Öffentlichkeit. Damit übernimmt der Fußball eine besondere Verantwortung, seine große Reichweite zu nutzen, um demokratische Werte zu vermitteln und zu verteidigen.
Auch der VfB Stuttgart beteiligt sich traditionell mit verschiedenen Aktionen an diesem Tag und unterstreicht damit seine klare Haltung: konsequent gegen Antisemitismus, Rassismus, Diskriminierung und jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit einzutreten. Für den Verein bedeutet dies nicht nur, der historischen Verantwortung gerecht zu werden, sondern sich auch heutzutage aktiv mit antidemokratischen Entwicklungen auseinanderzusetzen.
Gedenkstunde an der Stele vor dem Clubzentrum
Vor dem VfB-Clubzentrum fand am Vormittag um 11 Uhr eine gemeinsame Gedenkstunde an der Stele statt. Mitarbeiter, Vertreter des Vereins – allen voran Präsident Dietmar Allgaier und Sportvorstand Fabian Wohlgemuth – sowie geladene Gäste gedachten der im Nationalsozialismus verfolgten, entrechteten, deportierten und ermordeten Menschen.
Dietmar Allgaier fand in seiner Eröffnungsrede klare Worte: „Der VfB Stuttgart wird nicht damit aufhören, die Werte Freiheit, Demokratie und Vielfalt entschieden zu verteidigen. Gerade vor dem Hintergrund unserer eigenen Geschichte ist uns mehr als bewusst, dass jegliche Formen von Antisemitismus und Diskriminierung antidemokratischen Kräften Tür und Tor öffnen. Das werden wir nicht zulassen.“
Zu den weiteren Rednern zählten Vertreter der Stadt Stuttgart, der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg, der Initiative Lern- und Gedenkhotel Silber und der Stolperstein-Initiative Stuttgart.
Dr. Michael Blume, Beauftragter des Landes Baden-Württemberg gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben, erinnerte eindringlich daran, wie wichtig gemeinsames Handeln ist: „Die einzige Chance, dass wir die aktuelle Zeit überstehen ist, dass wir nie wieder zulassen, dass Menschen ihr Lebensrecht verlieren. Das schaffen wir nicht allein, sondern nur gemeinsam.“
Verantwortung für das Morgen
In seiner Ansprache hob Dr. Clemens Maier, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, die Bedeutung des Engagements des Vereins hervor und erklärte: „Der VfB ist zwar primär ein Sportverein, aber er übernimmt auch Mitverantwortung für den Erhalt von demokratischen Werten, von Toleranz und Vielfalt. Dieses Engagement ist gerade heute wieder wichtig und wertvoll, es macht den Verein, zusätzlich zu seinen beeindruckenden sportlichen Leistungen, sympathisch.“
Brigitte Lösch, von der Initiative Lern- und Gedenkhotel Silber, machte auf die heutige Relevanz des Themas aufmerksam: „Wenn wir heute „Nie Wieder“ sagen, dann sagen wir es nicht nur mit Blick auf Auschwitz. Wir sagen es mit Blick auf das Heute - und mit Verantwortung für das Morgen.“
Wie wichtig das persönliche Erinnern ist, machte Werner Schmidt von den Stolperstein-Initiativen Stuttgart deutlich, als er von den Schicksalen vierer jüdischer Persönlichkeiten berichtete: „Die Vermittlung von Einzelschicksalen und deren Einordnung in die historischen Zusammenhänge, das Gedenken an alle Opfergruppen und die Würdigung der verschiedenen Formen des Widerstands, ist eine immerwährende Aufgabe, der wir uns mithilfe der Stolpersteine stellen.“
Mihail Rubinstein, von der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg, schloss die Veranstaltung mit einem Appell an die Jugend: „Fußball ist unsere Leidenschaft. Er bringt Menschen zusammen, vereint Fans und schafft gemeinsame Momente. Auch wenn es am Ende meist einen Gewinner und einen Verlierer gibt, so reicht man sich am Ende fair die Hand. Ihr wisst es besser als die Vergangenheit. Vergesst das bitte nie!“
Workshops in der VfB-Jugend
Auch bei den Nachwuchsmannschaften setzte der Verein anlässlich des Erinnerungstages auf vielfältige Bildungsimpulse. Den Auftakt machte um 10 Uhr die U19, die auf dem Trainingsplatz an einem praktischen Workshop der Initiative Zusammen1 von Makkabi Deutschland teilnahm. Der Workshop widmete sich dem Thema Antidiskriminierung und wurde durch Übungen aus dem Fußball- und Teamsportbereich ergänzt. Um 11 Uhr folgte die U17 mit einem theoretischen Workshop im Stadion, der Wissen zu den Themen Antisemitismus und Antidiskriminierung vermittelte und Raum für Austausch bot. Parallel nahm die U16 an der Gedenkstunde vor dem Clubzentrum teil: Zwei Spieler legten stellvertretend den Kranz nieder, während die gesamte Mannschaft vor Ort anwesend war.
Banneraktion in der Bundesliga
Die Profimannschaften des VfB Stuttgart und von Borussia Mönchengladbach setzten bereits am vergangenen Sonntag beim Aufeinandertreffen am 19. Spieltag ein kraftvolles Zeichen: Gemeinsam präsentierten sie vor dem Anpfiff ein Banner mit der Aufschrift „Nie wieder ist jetzt!“ und erinnerten damit an die vielen Millionen Opfer des Holocaust.
Präsenz auch bei den VfB Frauen
Und auch die VfB Frauen setzen ein sichtbares Zeichen zum Erinnerungstag: Zum Auftakt der Rückrunde am Sonntag, 1. Februar 2026, gegen die SG Andernach wird das Thema prominent rund um den Spieltag eingebunden.
Was hat das alles mit dem Sport zu tun?
Das NS‑Regime nutzte den Sport gezielt für seine politischen Zwecke: zur Steigerung von Arbeitsmoral und Kriegstüchtigkeit, zur Kontrolle der Freizeit und vor allem als Propagandainstrument. Die Olympischen Spiele vor 90 Jahren dienten den Nationalsozialisten dazu, internationale Stärke zu demonstrieren und ihre Ideologie zu verbreiten.
Auch der Fußball blieb nicht außen vor. Trotz seiner internationalen Wurzeln und jüdischer Pioniere wie Walther Bensemann (Kicker-Gründer und Mitbegründer des DFB) beteiligten sich viele Vereine aktiv an der Ausgrenzung jüdischer Mitglieder – oft schon bevor die NS‑Führung im Sport offen vorging. Die Gleichschaltung brauchte vielerorts keinen staatlichen Druck.
Die Geschichte zeigt: Sport ist nie unpolitisch. Vereine beruhen auf demokratischen Prinzipien wie Teilhabe und Gleichberechtigung – und tragen damit stets gesellschaftliche Verantwortung.
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Als Einheit zum Erfolg
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Als Einheit zum Erfolg
Den frühen Rückstand verhindert, ins Spiel gekämpft und mit einer souveränen Leistung den nächsten Auswärtssieg eingefahren: Beim 3:0-Sieg des VfB in Gladbach überzeugen alle Mannschaftsteile.Es war unbestritten die Schlüsselszene des Spiels – und stand am Ende sinnbildlich für den verdienten Sieg des VfB in Mönchengladbach: Nachdem Schiedsrichter Sören Storks in der elften Minute infolge eines unabsichtlichen Handspiels von Jamie Leweling auf den Elfmeterpunkt gezeigt hatte, parierte zunächst Alexander Nübel stark gegen Schütze Haris Tabakovic, ehe Ramon Hendriks mit einer beherzten Abwehraktion den Nachschuss von Philipp Sander verhinderte. „Es hätte ein anderes Spiel werden können, wenn der Strafstoß verwandelt worden wäre“, befand Cheftrainer Sebastian Hoeneß im Anschluss an das Spiel, während Jamie Leweling lobende Worte, vor allem für seine beiden Defensivkollegen, aber auch für den Rest der Mannschaft fand. „Alex und Ramon haben mich heute gerettet, dafür bin ich ihnen dankbar. Es war nach diesen anstrengenden Wochen ein Sieg, an dem das ganze Team seinen Anteil hat.“
„Zunehmend gesteigert“
Dass ausgerechnet er es war, der nach einer halben Stunde den Knoten platzen ließ und den VfB mit der ersten guten Torchance in Führung brachte, untermauerte die Einschätzung des Flügelstürmers, dass in Gladbach offensiv wie defensiv alle Rädchen ineinandergriffen. Der VfB fand nach der frühen Elfmeterentscheidung nach und nach besser ins Spiel, wusste die Fehler der Gastgeber für sich zu nutzen und schnürte die „Fohlen“ spätestens nach der Führung immer weiter hinten ein. „Wir haben uns im Verlauf der ersten Halbzeit zunehmend gesteigert und von da an bis zum Ende ein richtig gutes Spiel gezeigt“, freute sich Sebastian Hoeneß, der bei der Startaufstellung und bei seinen Wechseln erneut ein gutes Gespür bewies, wie sich spätestens im zweiten Durchgang zeigen sollte. Nach einer knappen Stunde belebten die eingewechselten Chris Führich und Deniz Undav das Offensivspiel des VfB noch einmal merklich und sorgten binnen weniger Minuten für die Entscheidung.
„Sind gemeinsam am besten“
Weil der weiß-rote Defensivverbund auch nach dem 3:0 alles wegräumte, was sich ihnen in den Weg stellte, stand nach 90 Minuten neben dem fünften Auswärtssieg sowie dem dritten in Serie auch das siebte Zu-Null-Spiel für den VfB in der laufenden Bundesliga-Saison. Der erneut starke Ramon Hendriks machte, ebenso wie sein Cheftrainer und die Mitspieler, das gute Zusammenspiel zwischen allen Mannschaftsteilen als Schlüssel zum Erfolg aus: „Ich freue mich persönlich über meine guten Leistungen in dieser Saison und darüber, so viel spielen zu können, weiß aber auch, dass wir gemeinsam am besten sind. Eine gute Mannschaftsleistung pusht uns als Einzelspieler zusätzlich.“
Mit nun zehn Punkten aus den ersten vier Spielen des Kalenderjahres ist der VfB zusammen mit Borussia Dortmund das formstärkste Team der Bundesliga und will seine Form in den kommenden Wochen konservieren. „Wir sind froh, dass es aktuell so gut läuft“, so Sebastian Hoeneß. „Wir haben einen guten Spirit in der Mannschaft und ein großes Vertrauen in unseren Kader.“
Freier Verkauf für das Baden-Württemberg-Duell
Für das Bundesliga-Heimspiel am Sonntag, 1. Februar 2026, um 15.30 Uhr, gegen den SC Freiburg sind noch Tickets in verschiedenen Kategorien verfügbar.
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„Den Tabellenrechner nicht bedient“
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„Den Tabellenrechner nicht bedient“
Der VfB schaut zuallererst auf die eigene Leistung und möchte das letzte Spiel in der UEFA Europa League-Ligaphase gewinnen. Mit einem Sieg gegen Bern könnte Bewegung in das Tabellenbild kommen.Sprints, Passformen, Torschuss. Im Abschlusstraining nutzten die Jungs aus Cannstatt jede Möglichkeit, sich für das letzte Match der UEFA Europa League-Ligaphase in Form zu bringen. Am Donnerstagabend, ab 21 Uhr, live bei RTL+ sowie im VfB Radio und im VfB Liveticker, empfängt der VfB den BSC Young Boys aus der Schweiz. Die Ausgangslage garantiert Spannung, schließlich sind zentrale Fragen für den weiteren Wettbewerbsverlauf noch offen.
„Ich habe den Tabellenrechner nicht bedient, sondern fokussiere mich auf das, was in unserer Hand liegt“, sagt Sebastian Hoeneß und ordnet ein: „Wir möchten gegen Bern eine sehr gute Leistung abrufen, unsere Aufgabe erfolgreich gestalten und somit das noch bestmögliche Resultat in der Ligaphase erzielen.“ Der Cheftrainer weiß, dass der VfB nach sieben von acht Spieltagen mit zwölf Punkten auf Tabellenplatz 13 rangiert. Der Club aus Cannstatt ist damit sicher für die Playoffs, die am 19. und 26. Februar 2026 gespielt werden, qualifiziert. Geht noch mehr?
Erst die Basics, danach die Feinheiten
Das hängt auch von den Ergebnissen der Konkurrenz ab. Um bereits direkt den Sprung ins Achtelfinale zu schaffen, muss das Team mit dem roten Brustring die „Top 8“ der Tabelle erreichen. Das funktioniert nur noch, wenn einerseits der VfB gegen Bern gewinnt sowie andererseits Rom, Ferencvaros, Betis Sevilla, Porto, Genk, Roter Stern Belgrad und PAOK Saloniki jeweils so Punkte liegen lassen, dass Stuttgart fünf dieser sieben Clubs am letzten Spieltag noch überholen kann.
Der 43-Jährige blickt voraus auf das Sportliche: „Wir haben eine konkrete Idee, wie wir das Spiel gegen Bern angehen wollen – die Kunst ist, sich zunächst immer wieder auf die Basics zu konzentrieren und darauf aufbauend zentrale Themen für unser Spiel folgen zu lassen.“ Young Boys Bern, als Tabellen-23. derzeit ebenfalls für die Playoffs qualifiziert, wird dem VfB viel abverlangen. „Das Team hat klare Abläufe, verfügt über individuelle Qualität und wird mit Gerardo Seoane von einem erfahrenen Trainer gecoacht“, sagt Sebastian Hoeneß.
Ramon Hendriks und Luca Jaquez können dabei sein
Personell gibt es mehrere Neuigkeiten. Ramon Hendriks brach sich beim Bundesliga-Auswärtsspiel am Sonntag in Mönchengladbach (3:0) die Nase. Der Verteidiger trägt eine eigens angefertigte Maske, kann damit trainieren und aller Voraussicht nach auch spielen. Somit wird er zum Kader gehören. Ebenfalls zum Aufgebot wird Luca Jaquez zählen – der Abwehrspieler hat seine Muskelverletzung weitestgehend auskuriert und wirkte zuletzt auch wieder im Mannschaftstraining mit. Nach abgesessener Gelbsperre steht zudem Offensivakteur Bilal El Khannouss wieder zur Verfügung.
Keine Option für die europäische Begegnung am Donnerstagabend sind Dan-Axel Zagadou, Tiago Tomás und Lazar Jovanovic, die sich allesamt im Aufbautraining befinden.
Die Pressekonferenz in voller Länge:
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stadion aktuell | UEFA Europa League 2025/2026 | 8. Spieltag
Wer in den 16 Seiten des Stadionmagazins blättern und sich damit optimal auf das Heimspiel am Donnerstag, 29. Januar 2026, 21 Uhr, gegen den BSC Young Boys einstimmen möchte, kann ab sofort das E-Paper kostenfrei lesen oder sich die STADION AKTUELL in der VfB-Magazine-App anschauen. Wie immer liegt die gedruckte Version der STADION AKTUELL am Spieltag im Umgriff der MHP Arena aus.
Die Themen sind:
- Editorial: Dietmar Allgaier und Alexander Wehrle
- Profis: Interview mit Ermedin Demirovic
- Zu Gast: BSC Young Boys
- VfB-Frauen: The next step
- MHP Arena: Karrieremesse 2026
Jetzt lesen! Hier geht's zur gesamten Ausgabe der STADION AKTUELL
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Drei Livestreams bis zum Anpfiff
Drei Livestreams bis zum Anpfiff
Abschlusstraining, Pressekonferenz und Matchday-Show: Rund um das UEFA Europa League-Heimspiel gegen den BSC Young Boys bietet der VfB mehrere Livestreams an.Achtelfinale oder Playoffs? Diese Entscheidung wird rund um das letzte Spiel in der UEFA Europa League-Ligaphase am Donnerstagabend, ab 21 Uhr, gegen den BSC Young Boys aus der Schweiz fallen. Damit alle weiß-roten Fans auf diesen Showdown optimal vorbereitet sind, produziert der VfB insgesamt drei Streams – live und kostenfrei bei VfB TV sowie auf dem YouTube-Kanal von VfB TV.
Optimale Einstimmung auf Aufeinandertreffen beider Teams
Den Auftakt der Livestreams bildet am Mittwoch, 13.25 Uhr, ein Einblick in das Abschlusstraining. Weiter geht’s am Mittwoch, 15.30 Uhr, mit der Übertragung der Pressekonferenz – sowohl Cheftrainer Sebastian Hoeneß als auch ein Spieler aus dem Profikader werden die Fragen der Journalisten beantworten. Am Spieltag, ab 20 Uhr, überträgt der VfB seine Matchday-Show live aus der MHP Arena und transportiert die Stadion-Atmosphäre somit direkt ins Wohnzimmer – die optimale Einstimmung auf das Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften.
Die Livestreams sind kostenfrei via VfB TV und via YouTube-Kanal von VfB TV abrufbar.
Wann?
Was?
Wo?
Mittwoch, 28.01., 13.25 Uhr
Abschlusstraining
VfB TV & YouTube
Mittwoch, 28.01., 15.30 Uhr
Pressekonferenz
VfB TV & YouTube
Donnerstag, 29.01., 20 Uhr
Matchday-Show
VfB TV & YouTube
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Matchfacts: Auffällig gut bei Kopfbällen
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Matchfacts: Auffällig gut bei Kopfbällen
Gladbach gelingen viele Kopfballtore, der VfB kassiert ligaweit die wenigsten. Doch das Traditionsduell am Sonntag ist mehr als reine „Kopfsache“. Die Matchfacts:Die Top 3 zu Mönchengladbach gegen VfB:
- Ermedin Demirovic traf beim bislang letzten Auswärtsspiel in Gladbach doppelt.
- Im Schnitt fallen knapp drei Toren in den Begegnungen mit der Borussia.
- Mehr als 5.200 Fans begleiten den VfB ins Rheinland.
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Blick zurück: Anknüpfen an September 2024
Nachdem der VfB im Hinspiel (1:0) dank des Treffers von Chema den ersten Sieg in der laufenden Bundesliga-Saison 2025/2026 gefeiert hatte, geht es für die Jungs aus Cannstatt am Sonntagnachmittag im Borussia-Park um die ersten drei Auswärtspunkte der Rückrunde. Dort gewann der VfB seinen bisher letzten Auftritt im September 2024 mit 3:1, als Deniz Undav und Ermedin Demirovic (2) für das Team von Cheftrainer Sebastian Hoeneß trafen.
Wiedersehen: Einst VfB-Jugend, jetzt Gladbach
Gladbachs Kevin Stöger spielte einst in der VfB-Jugend (U17 bis U21) und absolvierte unter anderem 51 Spiele (vier Tore) für die U21. Einmal kam der Österreicher für die VfB-Profis zum Einsatz. Insgesamt vier Jahre lang spielte er für die Jungs aus Cannstatt (2009 bis 2013). Für Borussia Mönchengladbach absolvierte der 32-Jährige bislang 49 Pflichtspiele (drei Tore, sieben Vorlagen).
Tore: Hinspiel-Ergebnis als Ausnahme
In den bislang 113 ausgetragenen Bundesliga-Duellen zwischen Borussia Mönchengladbach und dem VfB fielen insgesamt 318 Tore, was einen Schnitt von 2,97 Treffern pro Partie ergibt. Das torreichste Aufeinandertreffen fand im November 1968 statt – ein 4:4, wobei für die Borussia unter anderem Günter Netzer und Berti Vogts trafen und Willi Entenmann für den VfB einen Hattrick erzielte.
Punkte: Gute Ausbeute beim VfB
Der VfB spielt mit 33 Punkten nach 18 Partien seine zweitbeste Bundesliga-Saison seit der Meisterschaft 2006/2007 – nur in der Vizemeister-Saison 2023/2024 waren es seitdem mehr Zähler nach 18 Spielen (34). Und: Die Jungs aus Cannstatt sind seit fünf Bundesliga-Partien ungeschlagen.
Kopfbälle: Spezialisten treffen aufeinander
Borussia Mönchengladbach erzielte in der Bundesliga-Saison 2025/2026 bereits sechs Kopfballtore. Anteilig macht das 26 Prozent der „Fohlen“-Tore aus – das ist alleiniger Ligabestwert. Interessant: Der VfB kassierte wiederum in dieser Spielzeit erst ein Kopfballgegentor wie sonst nur die TSG Hoffenheim.
Trainerstimmen: Hohe Motivation auf beiden Seiten
Sebastian Hoeneß, Cheftrainer des VfB: „Auch nach einer kurzen Nacht bleibt die Überzeugung, dass wir auf der in Rom gezeigten Leistung aufbauen können. Wir gehen mit Überzeugung und Vorfreude in das Spiel und wollen unsere gute Serie in der Liga weiter ausbauen.“
Eugen Polanski, Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach: „Wir haben zuletzt gesehen, was die Kulisse im Borussia-Park mit der Mannschaft machen kann und wie schön es ist, ein Heimspiel zu gewinnen. Daran wollen wir anknüpfen. Für das 4:0 gegen Augsburg bekommen wir gegen Stuttgart aber keine Punkte, sondern müssen unsere Leistung erneut bringen.“
Zuschauer: Großer Auswärtssupport
Der VfB wird von mehr als 5.200 Fans an den Niederrhein begleitet. Es gibt keine Gästekasse vor Ort. Alle Infos zum Stadionbesuch sind in der Faninfo zusammengefasst.
Schiedsrichter: Fünfter VfB-Einsatz für Sören Storks
Sören Storks wird der Schiedsrichter des Traditionsduells sein. Er hat den Club aus Cannstatt bisher viermal in der Bundesliga gepfiffen – die Bilanz ist ausgeglichen: zweimal gelangen Siege, zweimal endete die Partie mit einer Niederlage. An der Linie assistieren ihm Thorben Siewer und Dr. Jan Clemens Neitzel-Petersen, als vierter Offizieller fungiert Sascha Stegemann. Nicolas Winter ist als Video-Assistent im Einsatz.
Wetter: Trocken, aber bewölkt
Für Sonntagnachmittag werden in Mönchengladbach derzeit Temperaturen zwischen einem Grad Celsius und drei Grad Celsius erwartet. Es soll trocken, aber stark bewölkt bleiben.
Übertragung
VfB-Kanäle
TV/Stream
Radio
- Sportschau
- ARD-Audiothek
- Die Neue 107.7
Gemeinsam für Erinnerung und Vielfalt
Vor dem Anpfiff ihres Bundesliga-Spiels am Sonntag setzen Borussia Mönchengladbach und der VfB Stuttgart ein gesellschaftspolitisches Zeichen. Die Spieler beider Clubs und das Schiedsrichter-Team versammeln sich hinter einem Banner, auf dem sich für Erinnerung und Vielfalt ausgesprochen wird. Die Aktion ist Teil der ligaweiten „Nie wieder!“-Aktion. Mit ihr gedenkt der deutsche Fußball seit mehr als 20 Jahren an den Spieltagen rund um den 27. Januar, dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, der von den Nationalsozialisten verfolgten, deportierten und ermordeten Menschen.
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Auferstanden dank Torjäger und Ex-Profi
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Auferstanden dank Torjäger und Ex-Profi
Gladbach hat sich im Saisonverlauf stabilisiert, ist aber noch deutlich von früherer Stärke entfernt. Zwei Spieler sind im Winter neu hinzugekommen. Der Gegner im Check:Die Form
Nachdem bereits das Heimspiel am ersten Bundesliga-Spieltag torlos zu Ende gegangen war, trennten sich Borussia Mönchengladbach und der Hamburger SV auch zum Rückrunden-Start am vergangenen Wochenende erneut mit 0:0. In der Vorwoche durchlebten die „Fohlen“ übrigens ein Wechselbad der Gefühle: Auf den berauschenden 4:0-Heimsieg gegen den FC Augsburg kam es unter der Woche zu einem heftigen 1:5 bei der TSG Hoffenheim, ehe das genannte 0:0 in Hamburg folgte. Fazit: Mönchengladbach ist in dieser Saison unberechenbar.
Der Trainer
Als der VfB Ende August 2025 im Bundesliga-Heimspiel gegen die Borussia dank des Treffers von Chema mit 1:0 gewann, hieß der Cheftrainer der Gäste noch Gerardo Seoane. Der Schweizer Übungsleiter musste nach dem misslungenen Start mit einem Punkt sowie einem Torverhältnis von 0:5 aus den ersten drei Spielen jedoch gehen. Auf ihn folgte – zunächst interimsweise – der frühere Bundesliga-Profi Eugen Polanski (254 Spiele für Gladbach, Mainz 05 und die TSG Hoffenheim), der bis dato die zweite Mannschaft der Borussia gecoacht hatte. Unter der Führung des 39-Jährigen gelang eine Verbesserung: Mit 20 Punkten belegt die Borussia derzeit Platz elf.
Die Wintertransfers
Zwei Spieler hat die Borussia im Winter neu hinzugeholt – beide auf Leihbasis. Vom englischen Premier-League-Club Tottenham Hotspur kam der japanische Verteidiger Kota Takai. Am Mittwoch folgte der zweite Zugang: Alejo Sarco von Bayer Leverkusen, ein argentinischer Stürmer, absolvierte seine ersten Einheiten mit seinen neuen Teamkollegen. „Man konnte bereits erkennen, welche Qualitäten er mitbringt“, sagt Chefcoach Eugen Polanski: „Natürlich muss er sich zunächst zurechtfinden, aber er macht einen guten Eindruck. Wir werden die kommenden Tage nutzen, um ihn möglichst schnell zu integrieren.“
Der Torjäger
Für den Schweizer Angreifer Haris Tabakovic hätte seine Leihe von der TSG Hoffenheim zu Borussia Mönchengladbach kaum besser verlaufen können. Nachdem er von der Borussia als Ersatz für den langzeitverletzten Tim Kleindienst verpflichtet wurde, entwickelte sich der 31-jährige Stürmer mit bosnischen Wurzeln zur Lebensversicherung für die „Fohlenelf“. Mit bereits neun Saisontoren belegt er in der Bundesliga-Torjägerliste den geteilten vierten Platz (mit Luis Diaz) hinter Harry Kane (21 Tore), Michael Olise und Deniz Undav (beide zehn Tore).
Der Rückhalt
Nach Jahren der verletzungs- sowie hin und wieder auch leistungsbedingten Rotation im Gladbacher Tor hat sich in Moritz Nicolas ein stabiler Rückhalt für die Borussia gefunden. Nachdem es in der Vorsaison nur zu 19 Einsätzen reichte, stand der 28-Jährige in dieser Spielzeit in jeder Partie zwischen den Pfosten und gehört dabei zu den Besten seines Fachs: Er weist gegenwärtig eine Abwehrquote von 72,6 Prozent auf – nur Gregor Kobel (BVB; 75,4 Prozent) und Mark Flekken (Bayer 04; 73,2 Prozent) haben einen noch besseren Wert.
Gemeinsam für Erinnerung und Vielfalt
Vor dem Anpfiff ihres Bundesliga-Spiels am Sonntag setzen Borussia Mönchengladbach und der VfB Stuttgart ein gesellschaftspolitisches Zeichen. Die Spieler beider Clubs und das Schiedsrichter-Team versammeln sich hinter einem Banner, auf dem sich für Erinnerung und Vielfalt ausgesprochen wird. Die Aktion ist Teil der ligaweiten „Nie wieder!“-Aktion. Mit ihr gedenkt der deutsche Fußball seit mehr als 20 Jahren an den Spieltagen rund um den 27. Januar, dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, der von den Nationalsozialisten verfolgten, deportierten und ermordeten Menschen.
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„Gute Serie in der Liga ausbauen“
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„Gute Serie in der Liga ausbauen“
Der VfB ist zurück aus Rom und hat die nächste Aufgabe im Fokus. Am Sonntag möchte sich das Team mit dem roten Brustring in Mönchengladbach belohnen.Landung in Stuttgart, Fokus auf Mönchengladbach. Nach dem UEFA Europa League-Spiel am Donnerstag bei der AS Rom (0:2) wartet auf die Jungs aus Cannstatt rasch die nächste Aufgabe – und erneut ist’s ein Auswärtsspiel, diesmal in der Bundesliga. Am Sonntag, 25. Januar 2026, treten sie bei Borussia Mönchengladbach an – die Partie bei dem derzeitigen Tabellenelften beginnt um 15.30 Uhr, live bei DAZN sowie im VfB Radio und VfB Liveticker. Die Vorbereitungszeit ist knapp.
Erinnerungen an Sieg in der Hinrunde
„Auch nach einer kurzen Nacht bleibt die Überzeugung, dass wir auf der in Rom gezeigten Leistung aufbauen können“, blickt Sebastian Hoeneß auf positive Aspekte der jüngsten Partie. Der VfB agierte defensiv in vielen Situationen hellwach, erarbeitete sich zudem mehrere Chancen gegen die für ihre Abwehrleistung bekannten Italiener. Nun soll es auch wieder mit der notwendigen Effizienz klappen, um sich zu belohnen. „Unser kompletter Fokus ist jetzt auf den Sonntag und die Partie in Gladbach gerichtet“, sagt der 43-Jährige.
Aus der Hinrunde hat der VfB gute Erinnerungen an die „Fohlen“. Bei der ersten Heimbegegnung der Bundesliga-Saison 2025/2026 – sie war zugleich in den Rahmen „100 Jahre Brustring“ gegossen – gelang ein 1:0, Chema köpfte die Jungs aus Cannstatt zum Sieg. Seitdem hat sich in Mönchengladbach einiges getan. Auf den damaligen Trainer Gerardo Seoane folgte Eugen Polanski, unter ihm hat sich die Borussia zuletzt im Tabellenmittelfeld stabilisiert.
VfB in der Bundesliga seit fünf Spielen ungeschlagen
Die Zielsetzung für das Team mit dem roten Brustring ist klar, wie es Sebastian Hoeneß formuliert: „Wir gehen mit Überzeugung und Vorfreude in das Spiel und wollen unsere gute Serie in der Liga weiter ausbauen.“ Die Jungs aus Cannstatt sind seit fünf Bundesliga-Partien ungeschlagen. Nach dem Auswärtsauftritt in Mönchengladbach soll diese Serie möglichst auf sechs Spiele angewachsen sein.
Gemeinsam für Erinnerung und Vielfalt
Vor dem Anpfiff ihres Bundesliga-Spiels am Sonntag setzen Borussia Mönchengladbach und der VfB Stuttgart ein gesellschaftspolitisches Zeichen. Die Spieler beider Clubs und das Schiedsrichter-Team versammeln sich hinter einem Banner, auf dem sich für Erinnerung und Vielfalt ausgesprochen wird. Die Aktion ist Teil der ligaweiten „Nie wieder!“-Aktion. Mit ihr gedenkt der deutsche Fußball seit mehr als 20 Jahren an den Spieltagen rund um den 27. Januar, dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, der von den Nationalsozialisten verfolgten, deportierten und ermordeten Menschen.
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Große Bühne, kleine Details
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Große Bühne, kleine Details
Die weiß-roten Fans sorgen im „Stadio Olimpico“ für außergewöhnliche Unterstützung. Der VfB verpasst es, sich für seine Leistung mit Toren zu belohnen. Das hat Folgen für die Ausgangslage.Mit dem Brustring durch Europa. Das Auswärtsspiel am Donnerstagabend bei der AS Rom (0:2) stellte ein Novum dar: Zum ersten Mal trafen der Club aus Cannstatt und der italienische Hauptstadtclub aufeinander. Es entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe – mit dem besseren Ausgang für die Roma. Eine Betrachtung auf verschiedenen Ebenen:
Was waren die Gründe für die Niederlage?
Sebastian Hoeneß erklärte es treffend. „Wir haben es aufgrund fehlender Effizienz versäumt, in Rom etwas mitzunehmen“, sagte der Cheftrainer: „Das ist bitter, weil es uns in vielen Phasen gelang, die Roma vor Probleme zu stellen.“ Gegen die Manndeckung, wie sie der AS Rom unter ihrem Coach Gian Piero Gasperini praktiziert, fand der VfB immer wieder Antworten und erspielte sich mit 15 zu 11 Abschlüssen ein Chancenplus gegenüber der Roma. Die besten Möglichkeiten hatten Jamie Leweling in Halbzeit eins sowie Deniz Undav und Ermedin Demirovic in Halbzeit zwei.
Dass gegen die beste Defensive der italienischen Serie A – nur zwölf Gegentore in 21 Spielen – kein Treffer gelang, lag unter anderem an Abgezocktheit und Kaltschnäuzigkeit, die der Gastgeber wiederum eindrucksvoll abrief. „Wir sind enttäuscht über das Ergebnis, aber ganz sicher nicht über die Leistung“, fasste Sebastian Hoeneß das Geschehen zusammen.
Wie verlief der Auswärtssupport im „Stadio Olimpico“?
Großartig. Circa 5.000 Fans des VfB reisten in die italienische Hauptstadt und sorgten für einen beeindruckenden Support für ihre Mannschaft. Immer wieder hallten ihre Lieder durch das „Stadio Olimpico“. Dieser Abend zeigte einmal mehr, wie besonders Europacup-Nächte für den „wilden Süden“ sind. Nach Abpfiff ging das Team von Cheftrainer Sebastian Hoeneß geschlossen vor die Gästekurve, um sich für die Unterstützung zu bedanken – zu gerne hätte der VfB seinen Fans zumindest einen Punkt geschenkt. Dieser blieb verwehrt. Doch weitere Europacup-Nächte werden in dieser Saison noch folgen.
Werden es die Playoffs oder das Achtelfinale?
Vor dem letzten Spieltag der UEFA Europa League-Ligaphase am Donnerstag, 29. Januar 2026, gegen Young Boys Bern aus der Schweiz rangiert der VfB mit zwölf Punkten auf Tabellenplatz 13. Der Club aus Cannstatt ist damit sicher für die Playoffs, die am 19. und 26. Februar 2026 gespielt werden, qualifiziert. Um bereits direkt den Sprung ins Achtelfinale zu schaffen, muss das Team mit dem roten Brustring die „Top 8“ der Tabelle erreichen. Das funktioniert nur noch, wenn einerseits der VfB gegen Bern gewinnt sowie andererseits Rom, Ferencvaros, Betis Sevilla, Porto, Genk, Roter Stern Belgrad und PAOK Saloniki jeweils so Punkte liegen lassen, dass Stuttgart fünf dieser sieben Clubs am letzten Spieltag noch überholen kann.
Die nächsten Termine:
Der VfB hat noch eine letzte Partie in der Ligaphase der UEFA Europa League vor sich. Sie findet am Donnerstag, 29. Januar 2026, statt – ab 21 Uhr empfangen die Jungs aus Cannstatt in der heimischen MHP Arena die Young Boys Bern aus der Schweiz. Davor geht’s in der Bundesliga um Punkte: Am Sonntag, 25. Januar 2026, tritt Stuttgart bei Borussia Mönchengladbach an – ab 15.30 Uhr rollt im Borussia-Park der Ball.
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„Ich verbinde mit der Stadt unglaubliche Gefühle“
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„Ich verbinde mit der Stadt unglaubliche Gefühle“
Beim Spiel in Rom kehren Guido Buchwald und Hansi Müller mit dem VfB an den Ort zurück, an dem die beiden VfB-Legenden die größten Erfolge ihrer Karriere feierten.Für Guido Buchwald ist es eine emotionale Woche. Am Samstag feiert der Ehrenspielführer des VfB seinen 65. Geburtstag. Und auch schon in den Tagen davor wird er das eine oder andere Mal kurz innehalten, tief durchatmen und mit einem wohligen Gefühl, begleitet von einem Kribbeln, zahlreiche Erinnerungen vor seinem inneren Auge ablaufen lassen. Denn als Teil der VfB-Delegation kehrt er rund ums Europa-League-Spiel des Clubs aus Cannstatt bei AS Rom an die Stelle seines größten Erfolges in seiner so schillernden Fußballkarriere zurück. Nach Rom, ins Olympiastadion – dorthin, wo er im Sommer 1990 nach einem packenden Finale gegen Argentinien (1:0), in dem er Starspieler Diego Maradona ausschaltete und zur Verzweiflung brachte, Weltmeister wurde. „Rom ist eine magische Stadt“, sagt er mit funkelnden Augen, „immer, wenn ich nach Rom reise, mache ich das mit einer Euphorie, Stolz und bin in einer tollen Stimmung. Obwohl wir damals während der ganzen WM nur zwei, drei Tage in Rom waren, weil wir fast immer in Mailand gespielt haben, verbinde ich mit der Stadt unglaubliche Gefühle und unheimlich viele tolle Erinnerungen. Denn hier in dieser Stadt und in diesem Stadion haben wir den WM-Titel verwirklicht. Das war unser großer Triumph.“
Hansi Müller in die Elf des Turniers gewählt
Das Bild, wie er vor über 35 Jahren den WM-Pokal in den Römer Nachthimmel stemmt, ist bei ihm noch immer so allgegenwärtig, als wäre die Siegerehrung erst wenige Stunden her. Dabei kommen in ihm dann Emotionen hoch, die eine andere VfB-Legende bestens nachempfinden kann. Denn zehn Jahre zuvor feierte Hansi Müller, damals erst 23 Jahre alt, im Olympiastadion von Rom den größten Erfolg seiner ebenfalls so glanzvollen Fußballkarriere: Gemeinsam mit den VfB-Legenden Karlheinz und Bernd Förster wurde er 1980 nach einem 2:1-Sieg im Endspiel gegen Belgien dort Europameister. Er überzeugte dabei während des EM-Verlaufs derart, dass er am Ende gar in die Elf des Turniers gewählt wurde. „Rom an sich ist ohnehin schon eine faszinierende Stadt“, sagt er mit einem glücklichen Lächeln im Gesicht, „und wenn ich nun an die Stätte meines größten Erfolges zurückkehre, kommen noch viele, schöne Erinnerungen hinzu – einfach toll.“
VfB-Legende erhält Audienz beim Papst
In den vergangenen Jahren waren sowohl Hansi Müller als auch Guido Buchwald bereits in Rom gewesen. Bei Jubiläumsfeiern ihrer Erfolge oder beispielsweise zu einem Benefiz-Spiel. Hansi Müller, der während seiner Karriere auch drei Jahre lang in Italien spielte, gehörte in den 90er Jahren gar einer Europa-Auswahl an, die im Olympiastadion gegen eine Rom-Auswahl spielte – und rund um das Spiel eine Audienz beim Papst erhielt. Und dennoch ist die Reise in dieser Woche nach Rom für die beiden, die allein im Profibereich insgesamt über 600 Pflichtspiele für den VfB absolvierten (Guido Buchwald 387, Hansi Müller 224), auch nochmal eine ganz besondere. „Der VfB ist unser Verein“, sagt Hansi Müller, „daher sind wir umso mehr stolz, nun anlässlich des Europa-League-Spiels mit dem Verein gemeinsam hier in Rom zu sein. Ich hoffe, dass wir Glücksbringer sind.“
Eine emotionale Zeitreise, die auf dem Programm gestanden hatte, fällt zwar kurzfristig aus. Eigentlich hatten die beiden geplant, sich beim Spiel kurz mit Lothar Matthäus zu treffen, der bei der EM 1980 in der Nationalmannschaft debütierte, beim WM-Triumph 1990 das Team als Kapitän anführte und aktuell beim übertragenden TV-Sender RTL als Experte im Einsatz ist. Der 64-Jährige fällt nach einem Skiunfall nun jedoch kurzfristig aus. Wenn Guido Buchwald und Hansi Müller am Donnerstagabend das Stadio Olimpico di Roma betreten, werden aber auch so all die schönen Erlebnisse an diesen für sie so magischen Ort allgegenwärtig sein – und sie gemeinsam in glanzvollen Erinnerungen schwelgen. Und dann hoffen sie, dass beim Spiel an diesem Abend eine weiteres schönes Erlebnis hinzukommt.
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Newsblog: Anreise, Shuttleverkehr und Premiere
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Newsblog: Anreise, Shuttleverkehr und Premiere
Viertes Auswärtsspiel in der UEFA Europa League-Saison 2025/2026 – im VfB-Newsblog gibt’s fortlaufend alle Infos und Hintergründe zum Match bei der AS Rom sowie rund um die Reise.Tag 2: Spieltag in Rom
Donnerstag, 22. Januar, 12 Uhr: Shuttlebusse fahren nachher am „Piazzale delle Canestre“
Der zentrale Abfahrtsort für die Shuttlebusse befindet sich am „Piazzale delle Canestre“. Ab 16.45 Uhr fahren die Shuttlebusse von dort direkt zum Stadion, ein rechtzeitiges Einfinden wird dringend empfohlen. Die Shuttlebusse verkehren nach dem Spiel zum Hauptbahnhof „Termini“. Die Fanbeauftragten des Clubs haben Fakten zu Anreise und Stadionbesuch online in der Faninfo zusammengefasst.
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Donnerstag, 22. Januar, 10 Uhr: Europapokal-Nacht gegen namhaftes Team
Die Vorfreude steigt. Der VfB wird zum ersten Mal gegen die AS Rom spielen. Und es ist zugleich ein Gegner mit einem äußerst namhaften Team und einem sehr erfahrenen Trainer. Der italienische Hauptstadt-Club im Check:
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Tag 1: Anreise nach Rom
Mittwoch, 21. Januar, 20 Uhr: Abend klingt bei Empfang aus
Bei einem Empfang in Rom bringt der VfB unter anderem Partner, Sponsoren und geladene Gäste zusammen. Alexander Wehrle blickt mit Vorfreude auf die Partie. „Es wird ein besonderes Spiel in Rom – wir treten in einem denkwürdigen Stadion an, in dem Legenden des VfB bereits historische Erfolge mit der deutschen Nationalmannschaft erzielt haben“, sagt der Vorstandsvorsitzende des VfB in seiner Rede.
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Mittwoch, 21. Januar, 18 Uhr: Abschlusstraining im „Stadio Olimpico“
Gegenwärtig absolviert der VfB sein Abschlusstraining im „Stadio Olimpico“ in Rom. In der vorangegangenen Pressekonferenz erklärte Cheftrainer Sebastian Hoeneß, dass für die UEFA Europa League-Begegnung neben dem gelbgesperrten Bilal El Khannouss auch Lazar Jovanovic (Rückenprobleme) und Tiago Tomás (Muskelverletzung) ausfallen werden. Bei Angelo Stiller ist ein Einsatz aktuell noch offen. Luca Jaquez und Dan-Axel Zagadou befinden sich im Aufbautraining – ein Einsatz käme somit noch zu früh.
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Mittwoch, 21. Januar, 15 Uhr: Fabian Wohlgemuth möchte „das Maximale herausholen“
Der VfB ist in der italienischen Hauptstadt angekommen – und hat sich sportlich einiges vorgenommen. Fabian Wohlgemuth gibt bei VfB TV einen Ausblick auf die Begegnung mit der AS Rom. „Wir haben unsere Pflichten vor Augen und möchten das Maximale herausholen – insofern wollen wir gerne über die Ligaphase direkt ins Achtelfinale einziehen“, sagt der Vorstand Sport des VfB: „AS Rom ist ein großer Club, ein klangvoller Name, ein großes Stadion, aber auch wir haben in der Vergangenheit unsere Erfahrungen auf europäischer Bühne sammeln dürfen.“ Weitere Updates folgen ab 17 Uhr rund um die Pressekonferenz und das Abschlusstraining.
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Mittwoch, 21. Januar, 12 Uhr: VfB im Anflug auf Rom
Via per l'Italia – Auf nach Italien! Die Jungs aus Cannstatt haben ihre Reise in Richtung der italienischen Hauptstadt gestartet. Gegen 12.30 Uhr wird die Maschine, bereitgestellt von Airline-Partner „SunExpress“, am Flughafen „Rom Fiumicino“ erwartet. Dort werden aktuell zwölf Grad Celsius und ein bewölkter Himmel gemeldet. Die nächsten Programmpunkte lauten: Fahrt zum Teamhotel, Check-in, Mittagessen – und am frühen Abend folgen Pressekonferenz sowie Abschlusstraining.
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Mittwoch, 21. Januar, 11 Uhr: Zwei Live-Übertragungen am frühen Abend
Am frühen Abend schon etwas vor? Nein? Perfekt. Der VfB nimmt seine Fans mit auf die Reise nach Rom. Übertragen werden in voller Länge die Pressekonferenz, die 17 Uhr beginnt, sowie ab 17.55 Uhr ein Einblick in das Abschlusstraining. Beide Livestreams sind kostenfrei via VfB TV und via YouTube-Kanal von VfB TV abrufbar.
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Mittwoch, 21. Januar, 9 Uhr: Newsblog zur UEFA Europa League-Reise startet
Servus, liebe VfB-Fans! Es geht erneut auf die Reise – das vierte Auswärtsspiel der UEFA Europa League-Saison 2025/2026 führt die Jungs aus Cannstatt nach Italien. Am Donnerstagabend um 21 Uhr spielt der VfB bei der AS Rom. Die Fanbeauftragten des Clubs haben Fakten zu Anreise und Stadionbesuch online in der Faninfo zusammengefasst.
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Matchfacts: Richtungsweisendes Top-Spiel
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Matchfacts: Richtungsweisendes Top-Spiel
Premiere in der „ewigen Stadt“. Erstmals trifft der VfB auf die AS Rom. Viel deutet auf ein Duell auf Augenhöhe hin, wie gegenwärtige Form und Serien belegen.Die Top 3 zu AS Rom gegen VfB:
- Erstmals in seiner Clubhistorie trifft der VfB auf AS Rom
- Seit dem vierten Spieltag der UEFA Europa League haben der VfB und Rom all ihre Partien gewonnen
- Mindestens 3.500 weiß-rote Fans in Rom dabei
Novum: Wer gewinnt die Premiere?
Die AS Rom und der VfB treffen erstmals in einem Pflichtspiel aufeinander. Der Hauptstadtclub wird der neunte italienische Gegner des VfB auf europäischer Bühne sein. Die Bilanz ist dabei ausbaufähig. Von den insgesamt 15 Aufeinandertreffen gewann der VfB nur drei und verlor acht. Vier Spiele gegen italienische Clubs endeten remis. In der Vorsaison gab es für die Jungs aus Cannstatt in der UEFA Champions League in den Spielen gegen Juventus (1:0) sowie Atalanta BC (0:2) jeweils einen Sieg und eine Niederlage.
Form: Wer setzt seinen Lauf fort?
Der VfB und die AS Rom sind seit dem vierten Spieltag zwei von fünf Teams mit einer einhundertprozentigen Siegesquote in der UEFA Europa League. Der VfB erzielte seitdem bzw. in dieser Zeit mit zehn Treffern die meisten Tore, die Roma traf siebenmal.
Rekordjagd I: Folgt der vierte Streich?
Nach drei Siegen in den vergangenen UEFA Europa League-Spielen will die AS Rom erstmals seit einer Serie von fünf Siegen in der Saison 2020/2021 unter Trainer Paulo Fonseca wieder vier Partien in Folge gewinnen.
Rekordjagd II: Roma-Kapitän vor Sprung aufs Treppchen
Bryan Cristante von der AS Rom benötigt einen weiteren Einsatz, um alleiniger Spieler mit den drittmeisten Einsätzen in der UEFA Europa League (seit ihrer erstmaligen Austragung in der Spielzeit 2009/2010) zu werden – aktuell kommt der Kapitän der „Giallorossi“ auf 66 Spiele für die Roma und Atalanta BC (gleichauf mit Aleksandar Dragovic; für Austria Wien, FC Basel, Dynamo Kiew, Bayer Leverkusen und Roter Stern Belgrad), mehr absolvierten nur Dries Mertens (73; für Utrecht, PSV Eindhoven, Neapel und Galatasaray) sowie Rui Patricio (69; für Sporting CP, Wolverhampton und AS Rom).
Trainerstimmen: Klare Ziele auf beiden Seiten
Sebastian Hoeneß, Cheftrainer beim VfB: „Beide Mannschaften haben die Ambition, direkt ins Achtelfinale einzuziehen – ich erwarte daher ein hitziges und intensives Spiel. Wir werden eine gute Balance aus offensiver Spielidee mit Spielwitz und defensiver Stabilität benötigen.“
Gian Piero Gasperini, Cheftrainer bei der AS Rom: „Ich kann mich nicht ausschließlich darauf konzentrieren, die Europa League zu gewinnen. Wir müssen unseren Fokus verlagern, als Team wachsen und uns verbessern, um stärker zu werden. Wenn man sich als starkes Team fühlt, kann man auch Titel gewinnen.“
Zuschauer: Volle Unterstützung im „Stadio Olimpico“
Der VfB wird in Rom von mindestens 3.500 mitreisenden Fans unterstützt. Es wird vor Ort am „Stadio Olimpico“ keine Gästekasse geben.
Wetter: Tagsüber mild, am Abend kühl
Am Donnerstag werden in Rom Temperaturen zwischen 7° und 14° C erwartet. Regen wird erst am Freitag gemeldet.
Personal: Ausfälle auf beiden Seiten
Beim VfB wird Bilal El Khannouss gelbgesperrt fehlen. Zudem stehen Lazar Jovanovic (Rückenprobleme) und Tiago Tomás (Muskelverletzung) nicht zur Verfügung. Auch bei Angelo Stiller ist ein Einsatz aktuell noch offen. Luca Jaquez und Dan-Axel Zagadou befinden sich im Aufbautraining – ein Einsatz käme somit noch zu früh.
Bei der AS Rom fällt Abwehrspieler Mario Hermoso verletzungsbedingt aus. Zudem wurde die Leihe mit Leon Bailey vorzeitig beendet, der somit zum englischen Premier-League-Club Aston Villa zurückgekehrt ist.
Schiedsrichter: Englisches Quintett im Einsatz
Als Schiedsrichter fungiert John Brooks aus England. Ihm assistieren Simon Bennett und Neil Davies, die ebenfalls aus England stammen. Der vierte Offizielle ist ebenso ein Landsmann des Trios und heißt Darren England. Als Videoassistent ist der Engländer Jarred Gillett im Einsatz.
Übertragung
VfB-Kanäle
TV/Stream
- RTL (Free-TV)
- RTL+
Radio
- Sportschau
- ARD-Audiothek
- Die Neue 107.7
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„Werden eine gute Balance benötigen“
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„Werden eine gute Balance benötigen“
Der VfB und die AS Rom sind Tabellennachbarn – und möchten möglichst direkt ins Achtelfinale der UEFA Europa League einziehen. Ob Angelo Stiller am Donnerstagabend mitwirken kann, ist noch offen.Es ist ein Stadion, das Geschichte atmet. Sport- und Fußballgeschichte. Im Jahr 1960 fanden die Olympischen Sommerspiele im „Stadio Olimpico“ statt; 1980 krönte sich Deutschland in der Arena zum Europa- und 1990 gar zum Weltmeister. „Es erinnert ein wenig an das Berliner Olympiastadion, in dem wir jüngst ein außergewöhnliches Erlebnis hatten“, drückt Sebastian Hoeneß seinen Eindruck aus und bezieht sich auf den DFB-Pokalsieg 2025. Der Chefcoach spielt nun am Donnerstagabend, ab 21 Uhr, live bei RTL sowie im VfB-Radio und im VfB-Liveticker, mit dem VfB gegen die AS Rom in der italienischen Traditionsstätte – und wird versuchen, Atmosphäre und Kulisse in Energie umzuwandeln.
Lobende Worte für Roms Trainerkollegen
Das Team mit dem roten Brustring möchte einen klaren Schritt in Richtung Achtelfinale machen. Die Ausgangslage deutet auf eine Partie auf Augenhöhe hin. Vor der siebten von acht Begegnungen in der UEFA Europa League-Ligaphase haben Stuttgart und Rom jeweils zwölf Punkte gesammelt. Der VfB als Tabellenneunter steht aufgrund der besseren Tordifferenz exakt einen Rang vor den Italienern. Wer es final unter die Top acht der Tabelle schafft, spart sich zwei Playoff-Begegnungen und zieht direkt in die Runde der letzten 16 ein.
„Beide Mannschaften haben die Ambition, dieses Zwischenziel zu erreichen – ich erwarte daher ein hitziges und intensives Spiel“, blickt Sebastian Hoeneß voraus. Der Chefcoach des VfB unterstreicht, dass es dazu eine Top-Leistung brauche: „Die Roma gehört zu den besten Mannschaften in der Europa League, sie spielt reif und erwachsen, ist zudem sehr abgezockt.“ Auch für seinen Trainerkollegen findet er lobende Worte. „Gian Piero Gasperini ist ein hervorragender Trainer, der seine Handschrift binnen kürzester Zeit auf das Team übertragen hat.“ Zuvor war der 67-Jährige bei Atalanta Bergamo tätig und gewann unter anderen in der UEFA Champions League-Saison 2024/2025 gegen den VfB. Diesmal möchte der VfB erfolgreich sein. Wie lautet der Plan? „Wir werden eine gute Balance aus offensiver Spielidee mit Spielwitz und defensiver Stabilität benötigen“, erklärt Sebastian Hoeneß, der – verständlicherweise – noch keine Details zur Aufstellung verraten möchte. Ein paar Personalien sind bekannt.
Bilal El Khannouss fehlt gelbgesperrt, Angelo Stillers Einsatz fraglich
Jeff Chabot hat seine Gelbsperre in dem vergangenen Spiel gegen Maccabi Tel Aviv (4:1) abgesessen und steht somit wieder zur Verfügung. Stürmer Ermedin Demirovic, der nach seiner Fußverletzung ein erfolgreiches Comeback hingelegt hat, gehört ebenfalls in der UEFA Europa League wieder zum Aufgebot. Auf anderen Positionen muss Chefcoach Sebastian Hoeneß dagegen Ausfälle hinnehmen.
Bilal El Khannouss wird gelbgesperrt fehlen. Zudem stehen Lazar Jovanovic (Rückenprobleme) und Tiago Tomás (Muskelverletzung) nicht zur Verfügung. Auch bei Angelo Stiller ist ein Einsatz aktuell noch offen. Luca Jaquez und Dan-Axel Zagadou befinden sich im Aufbautraining – ein Einsatz käme somit noch zu früh.
Die Pressekonferenz in voller Länge:
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„Wir haben eine gute Gemeinschaft“
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„Wir haben eine gute Gemeinschaft“
Alexander Nübel bestreitet am Donnerstag sein 38. internationales Spiel auf Vereinsebene – und tritt dabei zum ersten Mal bei AS Rom an. Trotzdem steht für ihn fest, worauf es in diesem Spiel in erster Linie ankommt.Er ist auch in dieser Saison Stuttgarts „Dauerbrenner“: Alexander Nübel hat nicht nur jede Bundesliga-Partie über die volle Distanz absolviert, auch in der UEFA Europa League hat der Torhüter jede Minute gespielt. Am Donnerstagabend folgt die siebte von acht Begegnungen in der Ligaphase – ab 21 Uhr, live bei RTL sowie im VfB-Radio und im VfB-Liveticker, treten die Jungs aus Cannstatt bei der AS Rom an. Zuvor hat sich der 29-Jährige auf der Pressekonferenz geäußert.
Alexander Nübel über...
... das Spiel am Donnerstagabend: „Wir sind mit zwei Siegen und einem Unentschieden sehr gut ins Jahr gestartet. Morgen wird es wichtig sein, die 1-gegen-1-Duelle über den gesamten Platz zu gewinnen. Es gilt, das bestmöglich umzusetzen, dann haben wir gute Chancen. Es wird gegen Rom dabei schwierig werden, das Spiel nach vorne zu verlagern, und insgesamt schwierig, hier Punkte zu holen. Wir haben aber eine gute Gemeinschaft, das spürt man in dieser Saison auch – und das wollen wir morgen wieder zeigen. Ich habe hier noch nie gespielt und freue mich auf den Abend und die Atmosphäre in diesem Stadion.“
… die Chance auf eine WM-Teilnahme im Sommer als Extra-Motivation in den nächsten Monaten: „Für viele bei uns in der Mannschaft ist es das große Ziel, im Sommer bei der WM dabei zu sein, sei es für Deutschland oder andere Nationen. Natürlich motiviert dieses Ziel extrem. Wir haben aber auch so genug Motivation, um in der Europa League, Bundesliga und im DFB-Pokal gut zu spielen. Wir haben große Ziele vor uns. Gerade der Pokalsieg im vergangenen Sommer hat uns wieder gezeigt, wie geil es ist, einen Titel zu gewinnen. Nun wollen wir in allen Wettbewerben mit dem VfB wieder so erfolgreich wie möglich sein.“
Die Pressekonferenz in voller Länge:
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Erfahrener Trainer, große Namen
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Erfahrener Trainer, große Namen
Viele Spieler von AS Rom sind bekannte Größen im europäischen Fußball – genau wie ihr Trainer Gian Piero Gasperini, der bereits die UEFA Europa League gewann. Der Gegner im Check:Die Ausgangslage
Der vorletzte Spieltag der Gruppenphase in der UEFA Europa League führt den VfB am Donnerstag, 22. Januar 2026, in die „ewige Stadt“ nach Italien. Um 21 Uhr gastiert die Mannschaft von Cheftrainer Sebastian Hoeneß im „Stadio Olimpico“ in Rom. Es ist ohne Zweifel eines der Spitzenspiele der Gruppenphase. Und noch dazu eine immens wichtige Partie für beide Seiten. Sowohl der VfB als auch die Roma haben bislang zwölf Punkte gesammelt und stehen aktuell in der Tabelle als Punktenachbarn auf den Plätzen neun und zehn – und somit unmittelbar unter dem Strich, der die am Ende direkt qualifizierten Mannschaften von den Play-Off-Teams trennt. Wie eng in dieser Saison alles beisammen liegt, zeigt auch, dass die drei aktuell führenden Teams Olympique Lyon (Frankreich), FC Midtjylland (Dänemark) und Aston Villa (England) lediglich drei Zähler und damit einen Sieg mehr auf ihrem Konto haben als der VfB und Rom. Damit ist klar, dass sich der Sieger der Partie am Donnerstag sehr gute Chancen auf eine direkte Achtelfinalteilnahme ausrechnen darf.
Die „Heimschwäche“
Dass der VfB das sportlich reizvolle Duell gegen die „Giallorossi“ in Rom bestreiten wird, muss dabei nicht zwingend ein Nachteil sein. Denn zum einen ist Rom immer eine Reise wert und bietet den mitreisenden Fans jede Menge Sehenswürdigkeiten wie das Kolosseum, den Trevi-Brunnen, das Pantheon oder den Petersdom, um nur die wichtigsten zu nennen, und zum anderen verlor das Team von Cheftrainer Gian Piero Gasperini ausgerechnet zu Hause zwei seiner bislang sechs Partien. An Spieltag zwei zog die Roma mit 0:1 gegen OSC Lille aus Frankreich den Kürzeren, was letztlich nicht ganz so überraschend war, wie die 1:2-Pleite am darauffolgenden Spieltag gegen den tschechischen Vertreter Viktoria Pilsen.
Der Trainer
Der Kader der Roma ist gespickt mit internationalen Top-Spielern und angeleitet wird das illustre Ensemble von einem Mann, der sich vor gut anderthalb Jahren zum König der UEFA Europa League kürte. Damals noch als Coach von Atalanta Bergamo gewann Gian Piero Gasperini Ende Mai 2024 durch ein 3:0 seiner Mannschaft gegen Bayer Leverkusen seinen ersten internationalen Titel und vermasselte der „Werkself“ damit die historische Chance auf das Triple, nachdem Leverkusen das nationale Double aus Meisterschaft und Pokal hatte gewinnen können. Der 67-jährige Italiener, der bislang nur in seinem Heimatland coachte, weiß folglich nur zu gut, auf was es in internationalen Spielen ankommt und wird somit auch am Donnerstag ein taktisch gut eingestelltes Team aufs Feld schicken, das auf nahezu jeder Position hochkarätig besetzt ist.
Die Taktik
In einem 3-4-2-1-System hat Gian Piero Gasperini in nahezu allen Mannschaftsteilen die Qual der Wahl. Zumindest im Tor ist der in Belgien geborene Serbe Mile Svilar in aller Regel gesetzt. In der Dreierkette dürfte der nach seiner Abstellung zum Afrika-Cup Anfang Januar 2026 wieder zurückgekehrte Ex-Frankfurter Evan Ndicka genauso erste Wahl sein wie Italiens A-Nationalspieler Gianluca Mancini und der Spanier Mario Hermoso. Aber auch der junge Pole Jan Ziolkowski und der aus Verona geliehene Daniele Ghilardi kamen in der laufenden Spielzeit schon auf ihre Minuten. Um die Plätze auf den Außenbahnen streiten sich rechts der türkischer A-Nationalspieler Zeki Celik und Brasiliens Auswahlspieler Wesley. Auf der linken Seite konkurrieren derweil der von Liverpool ausgeliehene Grieche Konstantinos Tsimikas und Ex-Bundesliga-Profi Angeliño (Leipzig, Hoffenheim). Eine Allzweckwaffe in der Defensive stellt zudem der Niederländer Devyne Rensch dar, der sowohl auf beiden Seiten als auch im Abwehrzentrum spielen kann. Neben Evan Ndicka und Angeliño spielt mit dem Ex-Gladbacher Manu Koné ein weiterer ehemaliger Bundesligaspieler bei der Roma. Der Franzose und Kapitän Bryan Cristante bilden normalerweise das Zentrum im Mittelfeld, wo auch der Marokkaner Neil El Aynaoui und Niccoló Pisilli Alternativen sind. Um die zwei Zehnerpositionen kämpfen indes meist der Argentinier Matias Soulé, sein Landsmann Paolo Dybala, sowie die zuletzt angeschlagenen Tommaso Baldanzi und Lorenzo Pellegrini. Auch Routinier Stephan El Shaarawy wäre denkbar. Und ganz vorne bringen entweder der von Brighton ausgeliehene Ire Evan Ferguson oder der Ukrainer Artem Dovbyk Physis und Wucht ins Spiel.
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Malik Fathi absolviert Pro-Lizenz-Lehrgang
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Malik Fathi absolviert Pro-Lizenz-Lehrgang
Der Co-Trainer des VfB erlangt in den nächsten Monaten die höchste Lizenzstufe im deutschen Profifußball.Malik Fathi gehört zu den 17 Teilnehmern des 72. Pro-Lizenz-Lehrgangs. Die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) konzipierte Ausbildung stellt die höchste Qualifizierungsstufe für Trainer im Profibereich dar. Geleitet wird der Kurs, der einst als Fußballlehrer-Lehrgang bekannt war, von Arno Michels. Malik Fathi, der als Co-Trainer bei den Profis fungiert, absolviert den Kurs in einer Mischung aus Präsenz- und Onlinephasen, sodass er seine Aufgaben beim VfB weiterhin gewohnt ausfüllen kann sowie zusätzlich neues Wissen erlangt.
Fabian Wohlgemuth, Vorstand Sport beim VfB, sagt: „Malik Fathi leistet wertvolle Arbeit in unserem Trainerteam. Wir freuen uns, dass wir als VfB auch beim diesjährigen Pro-Lizenz-Lehrgang vertreten sind und wünschen Malik sowie allen weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen erfolgreichen Lehrgang.“
Malik Fathi fungiert seit Beginn der Saison 2023/2024 als Co-Trainer der Profimannschaft. Vor seinem Wechsel nach Stuttgart war der zweifache deutsche Nationalspieler und 175-fache Bundesligaspieler von Hertha BSC und Mainz 05 als Trainer im Nachwuchsbereich von Hertha BSC tätig gewesen.
Co-Trainer David Krecidlo gehört zum Vorgänger-Kurs
Im vorhergehenden und aktuell noch laufenden Pro-Lizenz-Lehrgang – es ist der 71. Kurs – ist der VfB ebenfalls vertreten. David Krecidlo, als Co-Trainer der Profimannschaft tätig, erlangt derzeit die höchste Qualifizierungsstufe für Trainer im Profibereich. Mit Markus Fiedler war ursprünglich ein weiterer VfB-Coach unter den Kursteilnehmern, er wechselte im Sommer 2025 jedoch von der U21 des Clubs aus Cannstatt zum 1. FC Magdeburg und wurde nach acht Zweitliga-Partien freigestellt.
Mix aus Präsenz-, Online- und Anwendungsphasen
Der Pro-Lizenz-Lehrgang stellt den reformierten Nachfolger der ehemaligen Fußballlehrer-Ausbildung dar und dauert zwischen zwölf und 15 Monaten. Im Fokus steht die Auseinandersetzung mit der Trainerrolle im Profifußball sowie der eigenen Wirkung als Trainerpersönlichkeit. Die insgesamt 700 Lerneinheiten verteilen sich auf 15 Präsenz-, Online- und Anwendungsphasen, weshalb jeder Teilnehmer in der Praxis auch rund um eine Mannschaft tätig sein soll. Malik Fathi kann – genau wie David Krecidlo – diese Anwendungsphasen im Zusammenhang mit seiner aktuellen Mannschaft absolvieren.
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Das sind die Teilnehmer des 72. Pro-Lizenz-Lehrgangs
Daniel Bauer (VfL Wolfsburg), Tim Danneberg (VfL Osnabrück), Jacqueline Dünker (1.FC Köln), Malik Fathi (VfB Stuttgart), Samir Ferchichi (TSV Havelse), Jakob Fimpel (FC Schalke 04), Paul Freier (Rot-Weiss Essen), Julian Hübner (zuletzt Hull City), Victor Kleinhenz (1.FC Schweinfurt 05), Cédric Makiadi (Werder Bremen), Uwe Möhrle (zuletzt Blau-Weiß Lohne), Thomas Oostendorp (1.FC Nürnberg), Jérôme Polenz (1.FC Nürnberg), Clara Schöne (Bayern München), Andreas Schumacher (zuletzt 1.FC Magdeburg), Daniel Stredak (Deutscher Fußball-Bund), Marcel Thallinger (SV Ried)
Foto vom Lehrgang: Thomas Böcker/DFB
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Der ewige Francesco Totti
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Der ewige Francesco Totti
Der Rekordspieler der Roma genießt Helden- und Legendenstatus bei den Gelb-Roten. Zudem haben weitere klangvolle Namen den nächsten Gegner des VfB geprägt.Vereinswechsel gehören zum heutigen Fußball wie die Abseitsregel oder der Videobeweis. Spieler, die ihre ganze Karriere bei nur einem Club verbringen und diesem durchweg die Treue halten, sind rar geworden. Doch es gibt sie noch, die „One Club Man“, wie man im Englischen sagt. Jamie Carragher aus Liverpool ist beispielsweise solch einer. Er trug seine gesamte Karriere hinweg nur das Trikot der „Reds“. Oder Ryan Giggs, der ausschließlich für Manchester United aktiv war. Dasselbe gilt für Giuseppe Bergomi von Inter Mailand, Paolo Maldini vom AC Mailand, Carles Puyol vom FC Barcelona und – natürlich – für Francesco Totti.
Unglaubliche 785 Partien für die Roma absolviert
Wer sich mit der Roma, dem nächsten VfB-Gegner in der UEFA Europa League, beschäftigt, der stößt unweigerlich auf seinen Namen. Von 1993 bis 2017 trug der 58-fache italienische A-Nationalspieler durchgehend das Trikot der „Giallorossi“, der Gelb-Roten. Unglaubliche 785 Partien spielte Francesco Totti für seine Roma und wird deshalb bis heute von den Fans verehrt, geliebt und gefeiert. Ein Denkmal, das die fanatischen Anhänger des Club für ihren Helden haben wollten, wurde bislang zwar nicht errichtet, trotzdem ist Francesco Totti bei jedem Spiel im Stadio Olimpico omnipräsent. Durch Banner und Gesänge wird der „Kaiser von Rom“ bei jeder Partie gefeiert und auch sein legendäres Trikot mit der Rückennummer 10 steht bei den Anhängern der Roma nach wie vor hoch im Kurs, als ob er noch heute zum Team gehören würde.
Francesco Totti ist eben Francesco Totti und steht über allem und jedem. Da kann auch kein Daniele de Rossi mithalten, obwohl er 2006 zusammen mit seinem italienischen Teamkollegen Weltmeister wurde und es auf stolze 616 Partien für die Roma brachte. Anders als Francesco Totti schnürte de Daniele de Rossi zum Ende seiner Karriere aber noch die Schuhe für Boca Juniors in Argentinien und kann sich deshalb eben nicht „One Club Man“ nennen.
Aktuell kein deutscher Profi für die Gelb-Roten aktiv
Und auch keiner der zahlreichen internationalen Stars, die in der Vergangenheit bzw. bis heute für den kommenden VfB-Kontrahenten spielten bzw. noch immer spielen, kann Legende Francesco Totti das Wasser reichen, obwohl darunter viele große und klangvolle Namen zu finden sind. Zum Beispiel die ehemaligen italienischen Auswahlspieler Bruno Conti, Giuseppe Giannini oder Carlo Ancelotti, der aktuelle ManCity-Coach Pep Guardiola, Brasiliens zweimaliger WM-Teilnehmer Falcao, Argentiniens doppelter Copa-América-Sieger Gabriel Batistuta, Liverpool-Star Mo Salah oder die Ex-Bundesliga-Spieler Sammy Kuffour und Luca Toni. Auch die ehemaligen DFB-Nationalspieler Thomas Häßler, Rudi Völler und Thomas Berthold sind zu nennen. Letzterer hat indes mit Antonio Rüdiger nicht nur eine Vergangenheit bei der Roma, sondern auch eine beim VfB gemeinsam.
Aktuell steht kein deutscher Akteur bei den Gelb-Roten unter Vertrag. Dafür kommt das Duell in der UEFA Europa League eine Saison zu spät. Denn in der vergangenen Spielzeit gehörte auch noch der 2014er Weltmeister Mats Hummels zum Kader der Roma. Doch egal wie bekannt die Namen oder wie hoch dekoriert die Spieler sein mögen, der wahre „Kaiser von Rom“ ist am Ende des Tages für alle Tifosi sicher auch nicht Augustus, sondern wird immer Francesco Totti bleiben.





























