Der Auftakt im DFB-Pokal ist geglückt, nun richtet sich der Fokus auf den Bundesliga-Start am kommenden Freitag. Wenn die Mannschaft von Cheftrainer Sebastian Hoeneß am Montag, 24. August, mit den letzten Vorbereitungen auf das Auswärtsspiel beim FC Bayern loslegt, können VfB-Fans live dabei sein. Die öffentliche Trainingseinheit auf Trainingsplatz „M1“ beginnt um 14 Uhr, der Einlass startet um 13 Uhr.
Die 800 Tickets für die Trainingseinheit waren am Samstag innerhalb kürzester Zeit vergriffen. Neben Getränkeangeboten wird auch ein Merchandise-Stand am Platz zu finden sein. VfB-Fans dürfen sich zudem auf einen Besuch von Maskottchen Fritzle freuen und ihr Geschick beim Fußballdarts beweisen.
Das Spiel:
Mit dem Anpfiff der Partie in der Sinsheimer SNP Arena schrieben die VfB Frauen Geschichte. Es war nach drei Aufstiegen in Folge das allererste Spiel in der höchsten deutschen Spielklasse, der Google Pixel Frauen-Bundesliga. Das Team von Trainer Nico Schneck startete dabei mit sechs Neuzugängen und gleich fünf ehemaligen TSG-Spielerinnen in die neue Saison.
Die Partie begann vielversprechend, denn bereits nach vier Minuten hatte Dafina Redzepi die mögliche Führung nach einem Patzer von Hoffenheims Torhüterin Dick auf dem Fuß, doch ihr Schuss konnte gerade noch geblockt werden. Nach einer ersten Halbchance der Gastgeberinnen war es wieder Dafina Redzepi, die es frech aus großer Distanz versuchte und die weit aus ihrem Tor geeilte Laura Dick um ein Haar düpiert hätte. Die VfB Frauen blieben mutig und am Drücker und Nicole Billa verzeichnete einen weiteren Abschluss. Das Spiel ging danach munter hin und her, doch der TSG fehlte beispielsweise in Person von Lisann Kaut die Präzision im Abschluss.
Leistungsgerechtes Remis zur Halbzeit
Gut 17 Minuten waren dann auf der Uhr als VfB-Kapitänin Maxi Rall einen Distanzschuss nur knapp am rechten Pfosten des Hoffenheimer Tores vorbeisetzte. Doch auch auf der Gegenseite rauschte ein Versuch aus größerer Entfernung wenig später nicht allzu weit am VfB-Kasten vorbei. Artistisch wurde es nach knapp einer halben Stunde, als Mira Arouna per Seitfallzieher das Tor der TSG um Haaresbreite verfehlte. Hoffenheim hatte danach mehr Ballbesitz und kam nach 37 Minuten auch zur Führung. Janna Grimm luchste Janina Hechler an der Grundlinie den Ball ab und fand mit ihrem Pass im Zentrum Marie Steiner, die nur noch zum 1:0 einschieben musste. Doch die VfB-Antwort kam noch vor dem Pausenpfiff. Dafina Redzepi hob eine Ecke von links in den Strafraum und fand den Kopf von Maxi Rall, die aus kurzer Distanz zum verdienten 1:1 einnickte. Das erste Bundesliga-Tor in der Geschichte der VfB Frauen sorgte so für ein leistungsgerechtes Remis zur Pause.
Maxi Rall trifft erneut, die VfB Frauen drehen die Partie
Durchgang zwei hätte für das Team von Nico Schneck nicht besser beginnen können. Denn der erste Angriff führte gleich zur Führung. Nach einem tiefen Ball brachte Hoffenheim die Kugel nicht aus der Gefahrenzone, so dass Dafina Redzepi plötzlich frei vor Laura Dick auftauchte. Die TSG-Keeperin konnte zunächst noch gut parieren, doch gegen den Nachschuss von Maxi Rall war dann auch sie machtlos und es stand nach 46 Minuten 1:2. Und Rall blieb die auffälligste Spielerin auf dem Platz. Nach exakt einer Stunde war die 32-Jährige auf der rechten Seite wieder einmal durchgebrochen und nur eine Glanztat von Laura Dick verhinderte einen durchaus möglichen dritten VfB-Treffer. Mitte des zweiten Durchgangs war Nico Schneck dann zu einem Wechsel gezwungen. Mira Arouna musste angeschlagen vom Platz und wurde durch Jana Beuschlein ersetzt. Zudem kam Debütantin Julia Mickenhagen für Reena Wichmann. Die Gastgeberinnen blieben zwar bemüht, doch die VfB Frauen verteidigten kompakt und konzentriert und ließen nicht viel zu. Und wenn doch mal ein Ball aufs Tor kam, zeigte Laura Giuliani ihre ganze Klasse und Souveränität. Doch auch TSG-Schlussfrau Laura Dick war nach der Pause gut aufgelegt und machte im Privatduell mit Maxi Rall nach 72 Minuten eine weitere Großchance zunichte. Fabienne Dongus, Hoffenheims Rekordspielerin, kam dann in der Schlussviertelstunde zu ihrem ersten Bundesliga-Einsatz mit Trikot mit dem Brustring und ersetzte nach 77 Minuten die starke Dafina Redzepi im Mittelfeld. Als die 19-jährige Norwegerin Martine Fenger den Ball drei Minuten vor dem Ende dann doch im VfB-Tor versenkte, dauerte der Jubel auf Seiten der TSG nicht allzu lange, da der Treffer aufgrund einer Abseitsposition keine Anerkennung fand. Und weil Laura Giuliani und die kurz zuvor eingewechselte Haruka Osawa auch die letzte TSG-Chance in der Nachspielzeit mit vereinten Kräften zunichte machten, blieb es am Ende bei einem verdienten und zugleich historischen Sieg der VfB Frauen im ersten Bundesliga-Spiel ihrer Geschichte.
Die Tore:
37. Minute: Ein Ballverlust an der Grundlinie brachte Janna Grimm in Position, die die Übersicht behielt und die im Zentrum positionierte Marie Steiner fand. Gegen den Schuss der Offensivspielerin konnte Laura Giuliani nichts ausrichten.
45. Minute: Maxi Rall erzielte mit dem Pausenpfiff das erste Bundesliga-Tor der VfB-Geschichte. Eine Ecke von Dafina Redzepi köpfte die Kapitänin zum umjubelten 1:1-Pausenstand ein.
46. Minute: Maxi Rall zum Zweiten. Nachdem Dafina Redzepi frei in halbrechter Position auftauchte und zunächst noch an der aufmerksamen Laura Dick scheiterte, schob die VfB-Kapitänin den Abpraller zum 1:2 ein.
Die Stimmen zum Spiel:
VfB Frauen-Cheftrainer Nico Schneck: „Das Glücksgefühl ist groß. Es war das erste Spiel für den Verein in der Bundesliga und das mit einem Sieg zu bestreiten, gibt der Mannschaft unheimlich viel Energie. Wir sind gut ins Spiel reingekommen, hatten in den ersten zehn Minuten drei, vier gute Abschlussmöglichkeiten. Dann hatten wir vor der Pause eine Phase, die ausgeglichener war und wo wir nicht mehr ganz so den Zugriff hatten. Das Gegentor war aus unserer Sicht etwas unglücklich. Der Ball war fast schon im Aus und da waren wir einen Tick zu inkonsequent. Schön war für mich dann zu sehen, dass sich die Mannschaft davon nicht hat beeinflussen lassen, sondern weitergemacht hat. Das Momentum kurz vor der Pause mit dem Standard war für uns dann schon elementar. Und dann ging es genauso auch wieder in die zweite Halbzeit, wieder mit dem Momentum und dem 2:1. Wir hatten dann die Reisen-Chance von Maxi Rall aufs 3:1 und danach war klar dass Hoffenheim nochmal kommen wird und wir hinten raus noch einmal richtig leiden mussten. Ich bin insgesamt super stolz auf die Mannschaft, weil sie die richtige Haltung an den Tag gelegt hat.“
Kapitänin und Doppeltorschützin Maxi Rall:„Es ist heute ein absolut perfekter Tag. Ich bin super stolz auf die ganze Mannschaft. Wir haben gefightet und viel gelitten in diesem Spiel, aber wir haben alle zusammengestanden. Und dass der Nachmittag dann so verläuft ist natürlich ein Traum. Hoffenheim ist eine Mannschaft die immer oben angreifen will und wenn wir hier auswärts den ersten Dreier holen, sollte uns das sehr viel Selbstvertrauen geben und ich hoffe natürlich, dass wir den Schwung mitnehmen können.“
Torspielerin Laura Giuliani: „Ich hatte das Gefühl, dass wir immer zusammengearbeitet haben, dass wir koordiniert waren und es hat einfach Spaß gemacht mit dieser Mannschaft zu spielen. Das Gegentor kann passieren. Wir haben sofort gut reagiert, sind einfach unseren Weg weitergegangen und haben so das Spiel gewonnen.“
Das nächste Spiel:
Weiter geht es für die VfB Frauen am kommenden Samstag, 29. August, mit einem Heimspiel gegen den Hamburger SV. Spielbeginn im GAZi-Stadion auf der Waldau ist um 14 Uhr.
So spielten die VfB Frauen:
Giuliani – Rall, Stegemann, Zähringer, Hechler, Wichmann (67. Mickenhagen) – Redzepi (77. F. Dongus), Achcinska (90. Osawa), Hagel – Arouna (67. Beuschlein), Billa (90. Hirano)
Nikolas Nartey stand am Freitagabend beim DFB-Pokalspiel des VfB in Rostock in der Startelf, musste das Spielfeld verletzungsbedingt aber in der neunten Spielminute verlassen. Eine eingehende Untersuchung nach der Rückkehr nach Stuttgart ergab eine Muskelverletzung an der Oberschenkelrückseite, die den Linksfuß in den kommenden Wochen zu einer Pause zwingt.
Gute Besserung, Niko!
Die VfB-Stiftung „Brustring der Herzen“ hat gemeinsam mit ihrem langjährigen Partner Stars4Kids neue Charity-Auktionen gestartet. VfB-Fans und Sammler haben dabei die Möglichkeit, exklusive Erinnerungsstücke aus einer außergewöhnlichen Saison zu ersteigern und gleichzeitig soziale Projekte der Stiftung zu unterstützen.
Im Mittelpunkt der aktuellen Auktionen stehen zahlreiche Originalstücke aus dem DFB-Pokalfinale 2026 in Berlin. Versteigert werden unter anderem Trikots, Hosen und weitere Ausrüstungsgegenstände der VfB-Profis. Auch ausgewählte Teile des Outfits von Cheftrainer Sebastian Hoeneß zählen zu den Angeboten und machen die Auktionen zu einer seltenen Gelegenheit für VfB-Fans und Sammler.
Ergänzt werden die Erinnerungsstücke aus dem Pokalfinale durch weitere außergewöhnliche Sammlerstücke aus Bundesliga-, DFB-Pokal- und Europa-League-Partien der vergangenen Saison. Dazu gehört unter anderem ein signiertes Matchworn-Trikot von Chema Andrés aus dem letzten Bundesliga-Auswärtsspiel, in dem der Spanier einen wichtigen Treffer erzielte.
Die Einnahmen aus den Charity-Auktionen fließen in die gemeinnützige Arbeit der VfB-Stiftung. Unterstützt werden damit unter anderem die aktuelle Jahrespartnerschaft mit dem DRK-Kreisverband Stuttgart, die sich insbesondere für Menschen in Not engagiert, Bildungsangebote wie die VfB-Bildungsrallye sowie das Projekt für inklusive Fußballförderung (PFIFF), das Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung gemeinsames Fußballspielen und gelebte Teilhabe ermöglicht.
U19: Erneut geht es nach Bayern
Zum Abschluss der Englischen Woche fährt die U19 am Sonntag erneut nach München, oder besser gesagt in die Vorstadt: Das Team von Trainer Tobias Rathgeb ist ab 12 Uhr bei der Spielvereinigung Unterhaching gefordert. Dort wollen die Jungs aus Cannstatt an die hervorragende Leistung beim 6:1-Auswärtssieg am Mittwoch beim FC Bayern Campus anknüpfen.
Dafür steht voraussichtlich das identische Personal wie gegen die Bayern zur Verfügung. Seva Linnikov fällt aufgrund eines Knöchelbruchs, den er am ersten Spieltag erlitten hat, genauso langfristig aus wie Kolya Petrovskyi, der sich bereits in der Saisonvorbereitung der U21 eine Knieverletzung zugezogen hatte. Konstantinos Karangelis laboriert noch an einer Schambeinentzündung aus der Endphase der Vorsaison. William Recupero (Bänderverletzung) und Ata Cebi (Muskelverletzung) befinden sich im Aufbautraining.
Die Hachinger stehen nach drei Spieltagen mit einem Punkt auf Rang sechs der Vorrundengruppe D der U19-DFB-Nachwuchsliga. Am Mittwoch verlor das Team von Trainer Philipp Bönig beim SSV Jahn Regensburg mit 0:1.
U17: Zu Gast bei punktlosen Mannheimern
Auf den überzeugenden 5:0-Sieg gegen den SC Freiburg am vergangenen Sonntag will die U17 am Samstag direkt den nächsten Sieg folgen lassen. Um 13 Uhr beginnt die Partie beim SV Waldhof Mannheim. Die Gastgeber stehen nach zwei Spieltagen noch ohne Punkte da und verloren ihre ersten beiden Aufgaben gegen den Karlsruher SC und den 1. FC Saarbrücken (1:2). In der Vorsaison schaffte der Waldhof als Herbstmeister der B-Junioren-Oberliga Baden-Württemberg den Aufstieg in Liga B der DFB-Nachwuchsliga und schaffte dort souverän den Klassenerhalt.
In einer Woche ist es endlich wieder soweit: Das Stuttgarter Weindorf öffnet seine Tore. Vom 20. August bis zum 5. September 2026 verwandeln sich Marktplatz, Schillerplatz und Kirchstraße erneut in eines der schönsten Weinfeste Deutschlands. In diesem Jahr gibt es dabei einen besonderen Anlass zum Feiern, denn das Stuttgarter Weindorf begeht sein 50-jähriges Jubiläum.
Die VfB-Laube mittendrin
Auch der VfB Stuttgart ist vor Ort vertreten. Gemeinsam mit der Wilhelmer Gastronomie begrüßt der Club seine Gäste in Laube 38 auf dem Marktplatz. Dort erwartet die Besucher eine Auswahl an edlen Tropfen sowie regionale Spezialitäten. Neben den VfB Fan-Editionen „Edition VfB Rot trocken“ und „Edition VfB Blanc de Noir“ bietet die Speisekarte unter anderem ofenfrischen Flammkuchen, das VfB Garten-Vesperbrettle, Maultaschenschnitzel und die „0711 Stuttgarter Rote“.
VfB-Vertreter zu Gast in der Laube
Ergänzt wird das tägliche Angebot durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. An ausgewählten Tagen schauen Spielerinnen der VfB Frauen, Spieler der Profimannschaft, VfB Legenden sowie das Präsidium und der Vorstand vorbei, übernehmen den Ausschank und stehen für Smalltalk, Bilder und Autogramme mit den Fans zur Verfügung.
Jeder Besuch in der VfB-Laube unterstützt den guten Zweck. Die Erlöse kommen der VfB-Stiftung „Brustring der Herzen“ zugute, die zahlreiche soziale Projekte in der Region unterstützt. So verbindet der VfB auf dem Weindorf gelebte Fankultur mit gesellschaftlichem Engagement.
Der VfB freut sich auf zahlreiche Besucher an der VfB-Laube. Also kommt vorbei und genießt ein Glas für den guten Zweck. Wir sehen uns auf dem Marktplatz!
Vorgesehene Vertreter auf dem Stuttgarter Weindorf (jeweils ab ca. 18.30 Uhr, Änderungen möglich):
Hallo Nick, herzlichen Glückwunsch zu deiner EM-Silbermedaille! Unmittelbar nach dem Wettkampf hast du im TV-Interview gesagt, dass du deinen Erfolg noch gar nicht realisieren kannst. Wie sieht es jetzt mit ein paar Tagen Abstand aus?
Nick Thumm: „Vielen Dank! Die Realität hat immer noch nicht wirklich eingesetzt. Wenn ich mir die Medaille anschaue und daran denke, dass ich jetzt Vize-Europameister bin, bin ich ehrlich gesagt nach wie vor sprachlos.“
Du hattest erst Anfang des Jahres eine neue persönliche Bestweite aufgestellt und diese im Qualifikationsdurchgang noch einmal getoppt. Hat sich das für dich über die Saison hinweg angedeutet?
Nick Thumm: „Nachdem ich beim Winterwurf meine Bestleistung aufgestellt hatte, lief die Saison eher durchwachsen, in der Osterzeit hatte ich zudem eine kleine Verletzung an der Schulter. Aber je näher die Deutsche Meisterschaft und die EM in Birmingham kamen, desto besser wurden die Würfe und Weiten. Natürlich plant man, dass die Leistungen zum Höhepunkt des Jahres zu 100 Prozent passen, aber dass es dann kommt, wie es kam, war dennoch etwas unerwartet. Es hat einfach alles funktioniert.“
Trotz deiner neuen persönlichen Bestleistung galtst du vor dem EM-Finale eher als Außenseiter. Hattest du trotzdem das Gefühl, dass du diese Leistung wiederholen oder sogar noch einen draufsetzen kannst?
Nick Thumm: „Ich hatte mit dem ersten und dem dritten Wurf im Finale jeweils um die 81 Meter erreicht. Da wusste ich, dass die Ausführung passt und dass noch mehr geht. Der Wurf über 83,76 Meter kam zum richtigen Zeitpunkt, aber er war auch der Lohn für das, was ich mir über die letzten Wochen und Monate erarbeitet habe.“
Vor dem letzten Versuch des zu diesem Zeitpunkt Zweitplatzierten Julian Weber lagst du in Führung, es herrschte Spannung bis zur letzten Sekunde. Wie hast du diese finalen Wettkampf-Momente wahrgenommen?
Nick Thumm:„Ich habe nach meinem Wurf über 83,76 Meter eigentlich fest damit gerechnet, dass jemand der anderen Finalisten noch weiter wirft. Dass es am Ende nur Julian gelingt, dazu noch mit einem EM-Rekord, ist doppelt schön. Zum einen für uns als Team Deutschland, das einen Doppelsieg feiern konnte, zum anderen aber auch für Julian selbst, der keine herausragende Saison erlebt hat. Ich gönne es ihm wirklich sehr.“
Hattet ihr während des Wettkampfs Kontakt und habt euch gegenseitig angefeuert?
Nick Thumm: „Ja, ich habe Julian während des Wettkampfs dazu angestachelt, dass er weiter werfen und sich nicht von mir ärgern lassen soll. Ich denke, das hat funktioniert (lacht). Jakub Vadlejch, der tschechische Finalist, kam wiederum während des Aufwärmens vor dem Finale zu mir und hat mir für meine persönlich Bestleistung in der Quali gratuliert. Das war auch sehr nett und zeigt, wie gut unser Verhältnis untereinander ist.“
Du bist jetzt seit etwa zwei Jahren beim VfB. Wie hat sich dein Trainingsalltag seitdem verändert und wie bewertest du deine Entwicklung?
Nick Thumm: „Ich kann mich jetzt noch besser auf den Sport fokussieren als davor. Meine Eltern sind gleichzeitig meine Trainer, sodass wir dem Sport auch innerhalb der Familie einen hohen Stellenwert zumessen können. Ich muss mir zum Glück auch keine Sorgen machen, dass ich mir ein Trainingslager oder auch Wettkampf-Reisen aus finanziellen Gründen nicht leisten kann. Ich spüre auf jeden Fall eine enorme Unterstützung von meiner Familie und dem Verein, die mich zusätzlich motiviert, jeden Tag aufs Ganze zu gehen.“
Du hast gerade angesprochen, dass du von deinen Eltern trainiert wirst. Wie teilen sich die beiden das auf?
Nick Thumm: „Meine Mutter ist vom Mehrkampf zum Dreisprung gekommen und trainiert mich jetzt in meiner Sprint- und Sprungkoordination. Mein Vater wiederum war selbst Speerwerfer und kümmert sich um alles Technische und das Krafttraining. Die beiden tauschen sich oft aus, sodass für mich persönlich eine gute Mischung entsteht.“
Wie sehen die kommenden Wochen und Monate für dich aus?
Nick Thumm: „Ende des Monats steht noch das ISTAF-Meeting in Berlin an und ich denke, dass danach erst einmal die Luft raus ist. Mit dem Training für die ersten Wettkämpfe des Jahres habe ich vergangenen Oktober begonnen. Wenn man dann noch verletzt kürzertreten muss, braucht man umso mehr Training, um wieder fit zu werden und auf sein eigentliches Leistungsniveau zu kommen. Das ist sehr kräftezehrend. Ich werde nach dem ISTAF-Meeting also erst einmal meine Ruhe brauchen und starte voraussichtlich zum Winterwurf Anfang März wieder mit Wettkämpfen.“
Im kommenden Jahr findet die WM statt, im Jahr darauf soll es für dich zu den Olympischen Spielen nach Los Angeles gehen. Gilt deine volle Konzentration künftig diesen beiden großen Events oder versuchst du eher, von Wettkampf zu Wettkampf zu denken?
Nick Thumm: „Ich plane natürlich damit, versuche in erster Linie aber, ohne Druck an die Wettkämpfe ranzugehen. Man muss bedenken, dass ich erst einmal in die richtigen Meetings reinkommen muss, um mich für die großen Events zu qualifizieren. All das muss in der Jahresplanung beachtet werden. Aber ich bin noch relativ jung und es werden hoffentlich nicht die letzten Olympischen Spiele und Weltmeisterschaften sein, die für mich in Frage kommen. Daher versuche ich, entspannt zu bleiben und gebe weiterhin mein Bestes.“
Die Pflicht erfüllt und das Ziel erreicht: Dem VfB ist mit dem 4:0-Sieg bei Hansa Rostock in der ersten Runde des DFB-Pokals ein guter Start in die neue Saison geglückt. Sebastian Hoeneß hatte im Vorfeld des Spiels immer wieder betont, dass es „keine Schönheitspreise zu gewinnen“ gäbe, sondern einzig und allein das Weiterkommen zähle. Nach dem holprigen Pokal-Auftakt bei Eintracht Braunschweig vor einem Jahr hatte sich der Cheftrainer gewünscht, den Einzug in die zweite Runde innerhalb von 90 Minuten klarzumachen – und seine Mannschaft setzte das um.
Allen voran Neuzugang Dzenan Pejcinovic und Torhüter Fabian Bredlow sorgten im Rostocker Ostseestadion dafür, dass die Jungs aus Cannstatt zum achten Mal in Folge in die zweite Pokalrunde einzogen. Der 21-jährige Dzenan Pejcinovic verbuchte gleich im ersten Spiel für seinen neuen Club einen Dreierpack und ist damit der erste Stuttgarter seit dem Brasilianer Adhemar in der Bundesliga-Saison 2000/2001, dem das gelingt. Zugleich hatte er bereits in der vergangenen Saison, damals noch im Trikot des VfL Wolfsburg, beim 9:0-Erstrundensieg gegen den SV Hemelingen dreifach getroffen.
Von Beginn an auf der Höhe
In Rostock nahm der VfB das Spiel gegen den ambitionierten und mutigen Drittligisten von der ersten Minute an, ließ die Gastgeber nicht zur Entfaltung kommen und sich auch nicht von der Stimmung im Ostseestadion beeindrucken. Und wenn die Gastgeber einmal zu Chancen kamen, hielt Fabian Bredlow mit starken Reflexen, wie nach rund einer Stunde gegen den Ex-Stuttgarter Leon Dajaku, die Null fest. „Die Art und Weise unseres Auftritts hat geholfen, die Stimmung hier nicht kochen zu lassen“, befand der Torhüter nach dem Spiel.
Auch Dzenan Pejcinovic hob hervor, dass die Mannschaft „immer mehr gewollt“ habe. Der Stürmer freute sich über seinen Dreierpack zum Einstand, auch wenn er „selbst nicht damit gerechnet habe“, wie er nach Abpfiff festhielt. Allzu hoch hängen wollte der Stürmer seine Ausbeute aber auch nicht. „Die Tore sehe ich als Bonus, in erster Linie ging es aber darum, der Mannschaft zu helfen und weiterzukommen.“ Das ist in jedem Fall gelungen.
Es ist der Erstrunden-Evergreen des 21. Jahrhunderts: Keine andere Partie wurde in der Auftakt-Runde des DFB-Pokals seit 2000 häufiger ausgelost als Hansa Rostock gegen den VfB. Nach drei Begegnungen in den Saisons 2018/2019 (2:0 für Rostock), 2019/2020 und 2020/2021 (jeweils 1:0 für den VfB) treffen beide Teams nun zum bereits vierten Mal in der ersten Pokalrunde aufeinander. Insgesamt ist es das siebte Treffen im Pokal-Wettbewerb: Die ersten vier Duelle gewann Rostock, die beiden jüngsten der VfB. Nun trifft die „Kogge“ nach sechs Jahren wieder auf den VfB, der sich in der Zwischenzeit vom Bundesliga-Aufsteiger zum Europapokal-Teilnehmer entwickelt hat. „Es wird keine einfache Aufgabe, sondern ein echtes Brett. Der VfB bringt eine hohe Qualität mit und hat sich zuletzt stark entwickelt“, so Rostocks Cheftrainer Daniel Brinkmann. Kampflos ergeben wollen er und seine Elf sich aber nicht. „Wir werden uns einen Plan zurechtlegen, brauchen das notwendige Glück und wollen unsere kleine Chance nutzen.“
„Wollen nicht nur verteidigen“
Anders als der VfB haben die Rostocker bereits zwei Pflichtspiele in den Beinen. Nach einem 3:2-Auswärtssieg bei der TSG Hoffenheim II teilten die Hanseaten am zweiten Drittliga-Spieltag mit Waldhof Mannheim die Punkte (3:3). Einen Vorteil für seine Elf sieht Daniel Brinkmann darin allerdings nicht. „Möglicherweise ist der Wettkampfmodus bei uns schon etwas ausgeprägter, aber Stuttgart hatte mit Paris FC sowie Everton und Fulham starke Gegner in den letzten Wochen.“ Gleichzeitig fordert der Cheftrainer der „Kogge“ im Duell mit dem VfB trotz des Klassenunterschieds einen mutigen Auftritt seiner Mannschaft. „Wir wollen nicht nur verteidigen und lange Bälle nach vorn schlagen, sondern das Tempo des Spiels mitbestimmen.“ Ein großer Trumpf soll dabei das eigene Publikum sein. „Die Wucht wird von Beginn an da sein. Es liegt letztlich an uns, den Funken überspringen zu lassen.“
Zwei alte Bekannte bei den Gastgebern
Der frühere Mittelfeldspieler Daniel Brinkmann ist seit November 2024 im Amt und kennt den VfB nicht nur als Gegner der weiß-roten U21 in der 3. Liga. In seiner aktiven Zeit verlor der 40-jährige Ostwestfale im November 2011 mit dem FC Augsburg gegen den VfB (1:2) eines seiner 15 Bundesliga-Spiele. Als Hansa-Trainer traf Daniel Brinkmann in der 3. Liga dreimal auf die U21 des VfB und gewann alle drei Partien (3:0, 1:0 und 5:3). Beim ersten Duell mit der U21 stand bei dieser noch Leon Reichardt im Kader, der kurze Zeit später, im Sommer 2025, nach Rostock wechselte und seither acht Pflichtspiele für den FCH bestritt. Gleichzeitig trifft Sebastian Hoeneß am Freitag auf einen ehemaligen Schützling: Leon Dajaku, der zwischen 2014 und 2019 verschiedene Jugendteams des VfB durchlief und zwei Bundesliga-Kurzeinsätze für die Profis verzeichnete, gewann 2020 zusammen mit dem heutigen VfB-Cheftrainer und Angelo Stiller die Drittliga-Meisterschaft mit dem FC Bayern II.
Zwei VfBler mit Vergangenheit in Rostock
Während bei Hansa zwei Akteure auf eine weiß-rote Vergangenheit zurückblicken, liefen zwei aktuelle VfBler einst für den kommenden Gegner auf. Zum einen Nikolas Nartey, der kurz nach seinem Transfer zum VfB nach Rostock verliehen wurde und in der 3. Liga Spielpraxis sammelte, zum anderen Tobias Rathgeb, Cheftrainer der U19, der sich in Rostock zum Kapitän mauserte und sich gerne an die Zeit an der Ostsee erinnert. „Die vier Jahre in Rostock waren für mich unglaublich. Es war als junger Spieler sehr eindrucksvoll, zu spüren, wie viel der Verein den Menschen in der Region bedeutet. Ich habe sowohl Aufstiege als auch Abstiege erlebt und verbinde emotionale Geschichten mit der Stadt und dem Verein. Ich freue mich auf das Spiel, werde es gespannt anschauen und bin überzeugt, dass der VfB gewinnen wird.“
Die Top 3 zu Rostock vs. VfB:
Blick zurück: Siebtes Pokalduell steht bevor
Bereits sechsmal trafen sich der VfB und Hansa Rostock im DFB-Pokal. Die vergangenen drei Begegnungen fanden allesamt in der ersten DFB-Pokalrunde statt, wobei sich einmal Hansa (2:0) und zweimal der VfB (jeweils 1:0) durchsetzte. In insgesamt 30 Pflichtspiel-Duellen siegten die Jungs aus Cannstatt 13-mal, achtmal gewann Rostock. Aktuell ist Hansa Rostock Ligakonkurrent der U21 in der 3. Liga, wo es seit dem Drittliga-Aufstieg des NLZ-Teams drei Siege für die Rostocker sowie ein Remis gab.
Wiedersehen: Zwei ehemalige NLZ-Spieler tragen nun blau-weiß
In Leon Reichardt und Leon Dajaku stehen zwei ehemalige NLZ-Spieler des VfB bei Hansa Rostock unter Vertrag. Außenbahnspieler Leon Dajaku durchlief zwischen 2014 und 2019 verschiedene Jugendteams des VfB, ehe es ihn zum FC Bayern München zog, wo er 2020 mit der zweiten Mannschaft unter Sebastian Hoeneß und an der Seite von Angelo Stiller die Drittliga-Meisterschaft gewann. Seither stand der mittlerweile 25-Jährige unter anderem bei Union Berlin, dem FC Sunderland und zuletzt, bis zum Wechsel nach Rostock in diesem Sommer, beim SSV Ulm unter Vertrag.
Defensivspieler Leon Reichardt konnte in seiner Zeit im VfB-NLZ (2018-2025) große Erfolge feiern. Der 22-Jährige gewann 2022 den DFB-Pokal der A-Junioren und zwei Jahre später die Meisterschaft in der Regionalliga Südwest mit der U21, für die er im Anschluss insgesamt 28 Drittliga-Spiele absolvierte. Im Sommer 2025 folgte sein Wechsel an die Ostsee.
Wiedersehen II: Niko Nartey trug einst das Hansa-Trikot
Seit mittlerweile sieben Jahren gehört Nikolas Nartey dem VfB an. 2019 wechselte der damals 19-Jährige vom 1. FC Köln nach Bad Cannstatt, wurde nach seiner Verpflichtung aber umgehend an Hansa Rostock verliehen. Beim damaligen Drittligisten verbuchte der DFB-Pokalsieger von 2025 ein Tor und vier Vorlagen in 19 Einsätzen. Die Folgesaison 2020/2021 verbrachte Nikolas Nartey leihweise beim SV Sandhausen in der 2. Bundesliga (26 Spiele, drei Vorlagen), seitdem gehört er fest dem VfB-Kader an und entwickelte sich in Stuttgart zum dänischen Nationalspieler.
Die Bilanz der jüngeren Pokal-Geschichte
Während der VfB in den vergangenen vier DFB-Pokalsaisons immer mindestens bis ins Viertelfinale kam und zuletzt zweimal das Endspiel im Berliner Olympiastadion erreichte, kämpft die Rostocker „Kogge“ gegen einen Pokal-Fluch an: In zwölf der vergangenen 15 Pokal-Wettbewerbe seit 2009/2010 musste der Club von der Ostsee zwölfmal in Runde eins die Segel streichen.
Dreierpacker: Ein Neuzugang weiß, wie es geht
VfB-Neuzugang Dzenan Pejcinovic schoss bei Wolfsburgs 9:0 gegen den SV Hemelingen in der Vorsaison als einziger Spieler einen Dreierpack in der ersten Runde des DFB-Pokals. Überhaupt erzielte sonst nur Harry Kane einen Dreierpack in der abgelaufenen Pokal-Saison (im Finale) und nur drei Spieler mehr Tore als Dzenan Pejcinovic (drei).
Treffsicher: Deniz Undav peilt Meilenstein an
Deniz Undav war an fünf der letzten acht Pokaltore der Jungs aus Cannstatt direkt beteiligt (drei Tore, zwei Assists). In der ersten Pokalrunde blieb der deutsche Nationalspieler bislang allerdings torlos, steuerte dafür in der ersten Pokalrunde gegen Preußen Münster (Saison 2024/2025) einen Assist bei. In allen anderen Turnierrunden inklusive des Finales traf Deniz Undav bereits.
Personal: Umfangreiche Verletztenlisten auf beiden Seiten
Während Lorenz Assignon (Trainingsrückstand nach Schulter-OP), Luca Jaquez (muskuläre Probleme), Jamie Leweling (nach Infekt) und Leo Sauer (Trainingsrückstand nach Muskelverletzung) bereits große Teile des Teamtrainings absolvieren können, sind Jeremy Arevalo (Rückenprobleme), Justin Diehl, Dennis Seimen und Dan-Axel Zagadou (alle Oberschenkelverletzung) noch zum Zuschauen gezwungen.
Aufseiten der Gastgeber fehlen die Stürmer Emil Holten (Rückenprobleme) und Peter Kiedl (Oberschenkelzerrung) sowie Mittelfeldspieler Paul Stock (Muskelbündelriss) und Torwart Yannic Stein (unbekannte Verletzung).
Zuschauer: Ausverkaufter Gästebereich
Rund 2.600 Fans begleiten den VfB in den Nordosten der Republik. Alles Wissenswerte zur Anreise und zum Besuch des Ostseestadions haben die Fanbeauftragten in der Faninfo zusammengefasst.
Schiedsrichter: Erfahrener Mann an der Pfeife
Sascha Stegemann (SR), Christof Günsch (SR-A1), Fabian Maibaum (SR-A2), Jarno Wienefeld (4. Offizieller)
Der VAR kommt im DFB-Pokal erst ab dem Achtelfinale zum Einsatz.
Wetter: Wechselhaft
Am Freitag werden in Rostock wechselhafte Wetterverhältnisse und Temperaturen zwischen 14 und 19° C erwartet. Während es vor dem Spiel zu Schauern kommen kann, soll es während der Partie trocken bleiben.
Übertragung
VfB-Kanäle
TV/Stream
Radio
Es geht wieder los: Mit dem Gastspiel beim F.C. Hansa Rostock fällt für die Jungs aus Cannstatt am Freitagabend um 20.45 Uhr der Startschuss zur neuen Spielzeit. Zum Auftakt will der VfB dort den Grundstein für eine erfolgreiche Saison legen, wo die vergangene mit dem Endspiel in Berlin ihr Ende fand: im DFB-Pokal. Nach vier Viertelfinal- und zwei Finalteilnahmen in Serie will die Elf von Cheftrainer Sebastian Hoeneß auch in der kommenden Spielzeit eine gute Rolle im Pokal-Wettbewerb spielen, weiß aber auch um die Gefahr, die eine erste Runde mit sich bringt.
Zu Beginn der vergangenen Saison reiste der VfB in der ersten DFB-Pokalrunde nach Braunschweig, wo sich ein munterer Schlagabtausch mit der Eintracht entwickelte, den der VfB erst im Elfmeterschießen für sich entschied und letztlich mit 12:11 gewann. „In der ersten Runde geht es nicht um einen Schönheitspreis“, gibt Sebastian Hoeneß zu verstehen. „Es geht nur ums Weiterkommen. Natürlich wollen wir auf eine gewisse Art und Weise spielen und reisen mit dem klaren Ziel nach Rostock, das Spiel zu gewinnen. Wir müssen uns aber auf alles einstellen.“
„Werden hohe Intensität brauchen“
Für den Cheftrainer gehört Hansa Rostock zum Favoritenkreis um den Zweitliga-Aufstieg. „Sie treten sehr homogen auf. Mein Trainerkollege Daniel Brinkmann setzt eine klare Idee um. Rostock verfolgt einen spielerischen Ansatz, verteidigt aggressiv und versucht, Räume auf den Flügeln zu kreieren. Wir werden eine hohe Intensität sowie einen Plan für alle Spielphasen brauchen. Für Hansa wird es sicher ein Vorteil sein, dass sie schon zwei Pflichtspiele absolviert haben, daher werden wir am Limit agieren müssen“, sagt Sebastian Hoeneß.
Mit der eigenen Vorbereitung zeigte sich der Cheftrainer größtenteils zufrieden. „Abgesehen von Fulham verliefen die Testspiele gut. Es gibt aber immer Raum für Weiterentwicklung, vor allem am Anfang einer Saison. Ich habe viele gute Sachen in der Offensive gesehen, gegen Everton und Paris ist es uns zudem über eine lange Zeit gelungen, die Null zu halten, auch wenn es schwere Phasen zu überstehen gab.“
Einige Ausfälle zum Saisonstart
Aus den Vollen schöpfen kann Sebastian Hoeneß an der Ostsee-Küste indes nicht. Während Lorenz Assignon (Trainingsrückstand nach Schulter-OP), Luca Jaquez (muskuläre Probleme), Jamie Leweling (nach Infekt) und Leo Sauer (Trainingsrückstand nach Muskelverletzung) bereits große Teile des Teamtrainings absolvieren können, sind Jeremy Arevalo (Rückenprobleme), Justin Diehl, Dennis Seimen und Dan-Axel Zagadou (alle Oberschenkelverletzung) noch zum Zuschauen gezwungen. Ein Einsatz von Ramon Hendricks ist nach einer muskulären Reaktion noch fraglich.
Drei Jahre nach seinem Wechsel vom serbischen Erstligisten FK Vojvodina nach Stuttgart trennen sich die Wege von Stürmer Jovan Milosevic und dem VfB. Der 21-Jährige, der sich den Jungs aus Cannstatt im Sommer 2023 angeschlossen hatte, läuft künftig für den portugiesischen Club SC Braga auf.
In seiner Zeit beim VfB wurde Jovan Milosevic insgesamt dreimal verliehen. Zunächst lief der Stürmer ab Februar 2024 ein Jahr lang für den FC St. Gallen auf (22 Spiele, fünf Tore), anschließend folgte eine ebenfalls einjährige Leihe zu Partizan Belgrad (30 Spiele, 19 Tore). Die vergangene Bundesliga-Rückrunde verbrachte Jovan Milosevic beim SV Werder Bremen (13 Spiele, drei Tore). Für den VfB bestritt der zweimalige serbische Nationalspieler sechs Pflichtspiele (fünf in der Bundesliga sowie eine Partie im DFB-Pokal).
Sportvorstand Fabian Wohlgemuth: „Jovan hat sich in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt und seine Torjägerqualitäten bei verschiedenen Clubs in unterschiedlichen europäischen Ligen unter Beweis gestellt. Der Wechsel zum SC Braga eröffnet Jovan die Möglichkeit, in einem ambitionierten Umfeld die nächsten Karriereschritte zu gehen. Hierfür wünschen wir Jovan alles Gute und danken ihm für die gemeinsame Zeit beim VfB.“
Vielen Dank, Jovan, und alles Gute für deine Zukunft!
Der VfB hat den ursprünglich bis zum 30. Juni 2027 datierten Vertrag von Laurin Ulrich vorzeitig um ein Jahr verlängert. In diesem Zuge wird der 21-Jährige, der die vergangene Saison leihweise beim Zweitligisten 1. FC Magdeburg verbracht hatte, erneut verliehen. In der kommenden Spielzeit läuft der Mittelfeldspieler für den Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn auf und soll dort Spielpraxis in der höchsten deutschen Spielklasse sammeln.
Sportvorstand Fabian Wohlgemuth:„Laurin Ulrich ist für uns ein besonderer Spieler. Einer, der unsere Ausbildung von frühester Jugend genossen und von dort seinen Aufstieg bis in die 2. Bundesliga mit konstanten Leistungen in Magdeburg genommen hat. Einer, der den VfB in sich trägt. Die Leihe nach Paderborn bietet Laurin nun die Möglichkeit, in der Bundesliga die nächsten Karriereschritte zu gehen. Wir wünschen Laurin eine erfolgreiche Zeit beim SC Paderborn und werden seinen Weg aufmerksam beobachten.“
Seit der U12 beim VfB
Laurin Ulrich trägt bereits seit 2016 das Trikot mit dem roten Brustring, als er von der TSG Nattheim kommend zum VfB stieß. Laurin Ulrich, der 2022 mit der Fritz-Walter-Medaille in Silber ausgezeichnet worden war und am Ende dieses Jahres seinen ersten Bundesliga-Einsatz verbuchte, hatte in der Regionalliga-Spielzeit 2023/2024 großen Anteil an der Meisterschaft und dem damit verbundenen Drittliga-Aufstieg der U21. Die Hinrunde der Spielzeit 2024/2025 verbrachte er beim damaligen Zweitligisten SSV Ulm, anschließend hatte er in der Rückrunde beim VfB mit drei Toren und sieben Vorlagen entscheidenden Anteil am Drittliga-Klassenerhalt der U21. In der vergangenen Spielzeit lief der 21-jährige Mittelfeldspieler für den 1. FC Magdeburg in der 2. Bundesliga auf und verbuchte dort jeweils drei Tore und Vorlagen in 36 Pflichtspielen.
Der VfB wünscht Laurin Ulrich viel Erfolg für die Saison 2026/2027!
Der Spielverlauf:
Nach zuvor vier Siegen und einem Remis reiste der VfB für das letzte Spiel der Sommervorbereitung zum Fulham FC, dem Elften der vergangenen Premier League-Saison. Im Craven Cottage fehlte dem VfB in der ersten Hälfte die Durchschlagskraft in der Offensive. Ermedin Demirovic kam nach einem feinen Steilpass von Badredine Bouanani zu einer ersten Abschluss-Möglichkeit (13. Minute), kurz darauf brachte Grischa Prömel seinen Kopfball nach einer Ecke gefährlich auf das Fulham-Tor (16.).
Ansonsten war das Team von Cheftrainer Sebastian Hoeneß zumeist in der Defensive gefordert, wo sich allen voran Fabian Bredlow mehrfach auszeichnete. Zweimal parierte der Schlussmann nach einer Ecke der Gastgeber (8., 34.), zudem blieb er Sieger in den Eins-gegen-Eins-Duellen mit Oscar Bobb (19.) und Antonee Robinson (44.).
Rückstand nach etwas mehr als einer Stunde
Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit entwickelten die West-Londoner mehr Torgefahr. Zunächst parierte Fabian Bredlow erneut stark gegen Bobb (53.), einige Minuten später war er ein weiteres Mal gefordert und entschärfte eine Doppelchance des FFC (64.). In der 67. Minute erzielten die Gastgeber schließlich das 1:0: Timothy Castagne traf per Kopf nach einer Ecke (siehe „die Tore“).
Unmittelbar nach dem Tor kam der VfB durch Badredine Bouanani zu seiner besten Chance, als der algerische Rechtsaußen eine Hereingabe von Angelo Stiller per Direktabnahme entgegen der Laufrichtung Bernd Lenos auf das Gehäuse brachte und den Fulham-Keeper zu einer starken Parade zwang (70.). In der Schlussphase wurde ein Abschluss des kurz zuvor eingewechselten Oliver Rölke im letzten Moment geblockt, nur wenige Sekunden später zielte Nikolas Nartey mit einem strammen Distanzschuss knapp am Tor vorbei (85.). Es blieben die letzten beiden Möglichkeiten für den VfB, der letztlich die erste Niederlage der Vorbereitung hinnehmen musste.
Sieg im ersten Test des Tages
Bereits am Vormittag fand ein nicht öffentliches Testspiel auf dem Trainingsgelände des Fulham FC statt. Der VfB gewann das Spiel mit 2:0. Die Torschützen waren Dženan Pejčinović und Chema.
So spielte der VfB gegen den Fulham FC:
Bredlow – Stiller (73. Spalt), Mittelstädt, Tomas, Demirović (C; 73. Rölke), Führich, Prömel, Chabot (73. Herwerth), Bouanani, Nartey, Jeltsch.
Die Aufstellung beim nicht-öffentlichen Testspiel am Mittag:
Funk – Al-Dakhil, Hendriks, Vagnoman, El Khannouss, Karazor (C), Pejčinović, Stergiou, Undav, Chema, Jovanović.
Das Tor:
1:0 – 67. Minute: Fulham geht nach einer Ecke in Führung. Alex Iwobi tritt den Ball in Richtung des kurzen Pfostens, wo Timothy Castagne das Spielgerät über Fabian Bredlow hinweg ins lange Eck köpft.
Die Trainer-Stimme:
Sebastian Hoeneß: „Es waren zwei gute Testspiele. Im ersten Spiel brauchten wir eine Viertelstunde, um reinzukommen und haben danach einen ordentlichen Auftritt gezeigt. Im zweiten Spiel waren die ersten 15 Minuten gut, der Rest aber weniger. Wir haben einige Sachen aufgezeigt bekommen, mit denen wir arbeiten können. Wir hatten Probleme im Spiel gegen den Ball und waren dadurch auch bei eigenem Ballbesitz unsauber. In der zweiten Hälfte hatten wir eine Phase, in der wir gut in Schwung kamen. Am Ende hat aber Fabian Bredlow dafür gesorgt, dass das Ergebnis nicht höher ausfällt.“
Die Besonderheiten:
Auswärts-Support. Rund 350 Fans unterstützten den VfB beim Testspiel im Craven Cottage.
Neues Gewand.Beim Testspiel in London trugen die Jungs aus Cannstatt erstmals das neue Auswärtstrikot für die anstehende Spielzeit.
Hier geht’s zum Auswärtstrikot 2026/2027
Die nächsten Termine:
Am kommenden Freitag, 21. August 2026, fällt für die Jungs aus Cannstatt der Startschuss zur neuen Pflichtspielsaison, wenn das Team von Sebastian Hoeneß in der ersten Runde des DFB-Pokals von 18.30 Uhr an beim F.C. Hansa Rostock antritt. Exakt sieben Tage später, am Freitag, 28. August, gastiert der VfB im Eröffnungsspiel der Bundesliga-Saison ab 20.30 Uhr beim FC Bayern München. Sein erstes Liga-Heimspiel absolviert der VfB abermals an einem Freitag: Am 4. September, 20.30 Uhr, ist der 1. FC Köln in der MHP Arena zu Gast.
Darüber hinaus findet am Donnerstag, 27. August, also am Tag vor dem Bundesliga-Auftakt, ab 18 Uhr die Auslosung der UEFA Champions League-Ligaphase in Monaco statt. Der erste Spieltag der UCL-Saison wird zwischen Dienstag, 8. September, und Donnerstag, 10. September, ausgetragen.
Zum letzten Testspiel der Sommer-Vorbereitung tritt der VfB am Samstag, 15. August 2026, ab 17 Uhr beim Fulham FC im Westen Londons an.
Generalprobe an einem traditionsreichen Ort: Mit dem Testspiel beim Fulham FC beschließt der VfB am Samstag, 15. Juni, ab 17 Uhr deutscher Zeit seine Sommervorbereitung. Für Fulhams neuen Trainer Alvaro Arbeloa, der auf den langjährigen, zu Benfica Lissabon abgewanderten Coach Marco Silva folgt, wird es der erste Auftritt im neuen Zuhause. Das seit 1896 als Heimspielstätte genutzte Craven Cottage verdankt seinen Namen einer alten Jagdhütte, die noch heute zwischen zwei der Tribünen steht und als VIP-Bereich genutzt wird.
Ein hochdekorierter Trainer und ein alter Bekannter im Tor
Der frühere Rechtsverteidiger Alvaro Arbeloa, der in der abgelaufenen Spielzeit als Interimstrainer Real Madrids fungiert hatte und als Profi unter anderem zwei Europameisterschaften, den WM-Titel (mit Spanien) sowie zwei Champions League-Siege (mit Real Madrid) feierte, tritt beim Fulham FC sein erstes Traineramt außerhalb der spanischen Hauptstadt an und brachte in Gonzalo Garcia (22 Jahre, Sturm) und Cesar Palacios (21, offensives Mittelfeld) gleich zwei junge Offensivspieler mit nach London. Darüber hinaus verpflichtete der Elfte der abgelaufenen Premier League-Saison in Shea Charles (22, defensives Mittelfeld) und dem zuvor vom FC Bayern ausgeliehenen Jonah Kusi-Asare (18, Sturm) zwei weitere Talente. Ansonsten dürfte VfB-Fans vor allem der frühere Jugendspieler Bernd Leno (34) bekannt sein, der seit vier Jahren das Trikot des FFC trägt.
Bisher ein Sieg in der Vorbereitung
Auch für den Fulham FC ist das Spiel am Samstag die Generalprobe vor dem Pflichtspielstart. Für diesen gastiert am Montag, 24. August, der Chelsea FC zum West-London-Derby im Craven Cottage. In den bisherigen fünf Testspielen trafen die „Cottagers“ auf den englischen Zweitligisten Norwich City (0:2), den saudischen Club Al-Ahli um den ehemaligen Stuttgarter Enzo Millot (1:1), den portugiesischen Zweitligisten SC Farense (2:1), UEFA Conference League-Sieger Crystal Palace (1:2) sowie den FC Malaga aus Spanien (2:2).
Dass der VfB seine Generalprobe in England bestreitet, könnte im Übrigen ein gutes Omen für die anstehende Spielzeit sein: Im Sommer 2023 testeten die Jungs aus Cannstatt im letzten Spiel vor dem Pflichtspielstart bei Sheffiel United, gewannen dank eines Dreierpacks von Serhou Guirassy mit 3:0 und wurden am Ende der Saison Vizemeister.
Es ist der letzte Feinschliff vor dem Pflichtspielauftakt im DFB-Pokal: Am späten Samstagnachmittag, ab 17 Uhr deutscher Zeit, tritt der VfB beim letztjährigen Elften der Premier League an – dem Fulham FC. Wer nicht in London dabei ist, aber trotzdem verfolgen möchte, wie sich die Mannschaft von Cheftrainer Sebastian Hoeneß zum Abschluss der Sommervorbereitung schlägt, kann dies live bei VfB-TV tun. Dort wird die Partie aus dem Craven Cottage im Westen der englischen Hauptstadt kostenlos und exklusiv übertragen.
Die Übertragung etwa zehn Minuten vor Anpfiff um 16.50 Uhr.
Im beigefarbenen Sommeranzug läuft Felix Magath durch den Schlosspark in Stuttgart-Hohenheim. Gleich tritt er beim Brustring Business Club auf, dem größten Business-Netzwerk in Baden-Württemberg. Der 73-Jährige wirkt voller Vorfreude auf den Abend, an dem er später von seinen Erfahrungen als Trainer und Manager erzählt und über aktuelle Themen spricht. Immer wieder kommt dabei der VfB vor. Die Zeit von Februar 2001 bis Juni 2004 beim Club aus Cannstatt hat ihn geprägt. Vom Abstiegskampf führte er das Team mit dem Brustring in die UEFA Champions League. Und Fulham, den nächsten Gegner des VfB am Samstag, 15. August, kennt er ebenfalls durch seine Trainer-Laufbahn. Zeit für ein Gespräch mit dem Europameister von 1980.
Herr Magath, beim Brustring Business Club treten Sie als Redner auf. Wie sehr verfolgen Sie Ihren ehemaligen Club noch?
Felix Magath: „Den VfB verfolge ich intensiver als andere Vereine. Das hat einen simplen Grund: Beim VfB hatte ich meine schönste Zeit als Trainer. Ich war dreieinhalb Jahre in Stuttgart tätig. Das war nicht nur für den VfB, sondern auch für mich eine lange Zeit – es ist sogar mein Rekord als Trainer bei einem Club. Dadurch gibt es noch viele Kontakte und mein Interesse am VfB ist unverändert.“
Was hat diese Zeit für Sie so besonders und schön gemacht?
Felix Magath: „Es hat insgesamt sehr gut gepasst, nicht nur auf den Fußball bezogen. Meine Familie hat sich wohlgefühlt, ich habe mich wohlgefühlt. Die Zusammenarbeit mit dem VfB ging in eine gemeinsame Richtung. Sportlich war eine Entwicklung zu sehen, das war unglaublich spannend.“
Sie haben den VfB damals in einer herausfordernden Zeit übernommen. Im Februar 2001, als Sie begannen, steckte der Club aus Cannstatt tief im Abstiegskampf.
Felix Magath: „Als ich übernahm, war es Tabellenplatz 17. Das sorgte allseits für Druck und Nervosität. Für die nächsten Spiele ging es nur darum, den Klassenerhalt zu schaffen. Die Winterpause war längst vorüber, der einzige Schlüssel war die intensive Arbeit mit der Mannschaft. Der Klassenerhalt hat allen Beteiligten gezeigt, was wir aus solch einer Situation heraus gemeinsam erreichen können.“
Inwiefern hat dies Kräfte für die folgende Saison freigesetzt?
Felix Magath: „Wir konnten befreit in die anschließende Saison gehen. Plötzlich sind wir Richtung UEFA-Cup marschiert – und haben uns am Ende für den Wettbewerb qualifiziert. Im Jahr darauf zogen wir sogar in die Champions League ein. Es war außergewöhnlich, wie die Mannschaft kontinuierlich und immer wieder eine Schippe drauflegen konnte.“
Sehen Sie Parallelen zur heutigen Entwicklung beim VfB?
Felix Magath: „Keine Frage, ja. Ich nehme wahr, wie sich der VfB in den vergangenen Jahren mit Kontinuität, einem sehr guten Trainer und klugen Entscheidungen der Verantwortlichen stabilisiert hat. Ich bin von der Entwicklung des Clubs und der Mannschaft sehr angetan. Im Moment ist der VfB einer der besten und spannendsten Vereine in Deutschland.“
Sie sind beim Club aus Cannstatt eng mit dem Begriff der „Jungen Wilden“ verbunden. Unter Ihnen reiften zahlreiche Talente zu etablierten Bundesliga-Profis. Wie kam das?
Felix Magath: „Grundsätzlich wünscht sich jeder Beteiligte, dass Spieler aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung schaffen. Wirklich planbar ist so etwas jedoch kaum, es hängt von vielen Faktoren ab. Zu meiner Zeit gelang das sehr gut. Die ‚Jungen Wilden‘ waren im Grunde genommen alle da, ich musste sie nur nehmen und fördern. Aber der Ursprung liegt eigentlich woanders.“
Jetzt müssen Sie uns die gesamte Geschichte erzählen.
Felix Magath: „Bevor ich zum VfB kam, trainierte ich Eintracht Frankfurt. In der ersten Runde des DFB-Pokals trafen wir auf die VfB-Amateure. Am Ende stand es 6:1 – allerdings nicht für Frankfurt. In dieser VfB-Reserve spielten unter anderem Andreas Hinkel, Alex Hleb und Ioannis Amanatidis. Ich hatte mir all die Namen gemerkt, wie man das halt als Trainer so macht (schmunzelt). Und als ich erst einmal beim VfB war, wusste ich, was die eigentliche Geburtsstunde für die ‚Jungen Wilden‘ war.“
Einen Blick haben Sie auch auf den FC Fulham. Sie trainierten den Club im Jahr 2014. Der VfB absolviert am Samstag ein Testspiel in London. Was macht den Fußballstandort Fulham so besonders?
Felix Magath: „Das hat viel mit dem Stadion zu tun. ‚Graven Cottage‘ liegt direkt an der Themse, es ist ein traditionelles und wunderschönes Stadion. Es gibt kaum Zäune, der Fan ist nah dran, es entsteht diese typisch englische Atmopshäre. Fulham spielt einen intensiven, teils auch körperlichen Fußball. Ich erwarte – trotz des Testspiel-Charakters – viele Zweikämpfe. Das wird ein guter, herausfordernder Test für den VfB.“
Zum Abschluss: Was wünschen Sie dem VfB für die nächsten Jahre?
Felix Magath: „Ich bin lange genug dabei, um nicht zu weit in die Zukunft schauen zu wollen. Das Tagesgeschäft ändert die Dinge manchmal schnell. Insofern wünsche ich dem VfB vor allem, dass er den eingeschlagenen Weg fortsetzt. Der Club hat sich sportlich und wirtschaftlich ein Fundament erarbeitet, die Fans stehen hinter dem Verein. Das ist eine gute Ausgangsbasis für die nächste Etappe.“
Das Konzept: Zwei Spieler – oder Spielerinnen – des VfB Stuttgart unterhalten sich über aktuelle Themen aus dem Team und ihrem Leben abseits des Fußballs. Die Länge des Gesprächs ist auf eine ausgedehnte Halbzeitpause konzentriert, also auf rund 20 Minuten. Es wird zurückhaltend videografisch begleitet, der Fokus soll auf dem gesprochenen Wort liegen. Zudem verzichtet das Format bewusst auf einen lenkenden Host oder Moderator, so dass insgesamt ein möglichst authentischer Dialog entsteht. Fans erhalten auf diese Weise einen echten Eindruck von der Atmosphäre in der Kabine, dem „Locker Room“.
Die Pilotfolge wurde im VfB-Trainingslager in Grassau in der vergangenen Woche aufgezeichnet. Die Nationalspieler Chris Führich und Maxi Mittelstädt plaudern darin über die härtesten Tage in einer Saisonvorbereitung, ihren Urlaub und peinliche Momente als Neuzugang.
„Locker Room“ ist ab sofort auf allen gängigen Podcast-Plattformen und auf dem Youtube-Kanal des VfB Stuttgart abrufbar. Weitere Folgen erscheinen aktuell im Saisonverlauf.
Dan-Axel Zagadou hat sich im Testspiel des VfB gegen den FC Everton im Kampf um den Ball eine muskuläre Verletzung an der Oberschenkelrückseite zugezogen. Der Innenverteidiger steht deshalb in den kommenden Wochen nicht für den Trainings- und Spielbetrieb zur Verfügung.
Gute Besserung, Daxo!
In der vergangenen Saison noch als Gegner in der MHP Arena zu Gast, von nun an selbst in Weiß und Rot unterwegs: Im ersten Interview nach seinem Wechsel, präsentiert von „Team Partner“ Egetrans, spricht Dzenan Pejcinovic über die vergangenen Tage, die Gründe für seinen Wechsel und darüber, was ihm abseits des Rasens wichtig ist.
Herzlich willkommen beim VfB Stuttgart, Dzenan. Wie groß ist die Freude, ab sofort für den VfB auflaufen zu dürfen?
Dzenan Pejcinovic:„Ich glaube, ich brauche noch ein paar Tage, um das zu realisieren. Es ging in den vergangenen zwei, drei Tagen alles sehr schnell. Ich habe direkt meine Sachen gepackt, habe natürlich den schnellsten Weg nach Stuttgart gesucht und kann es kaum erwarten, endlich richtig loszulegen.“
Warum hast du dich für unseren Club entschieden?
Dzenan Pejcinovic:„Ich habe recht bald nach dem Ende der vergangenen Saison mitbekommen, dass der VfB Interesse an mir hat. Und da war auch für mich und auch für meine Familie schnell klar, dass das ein Schritt ist, den ich machen möchte. In der Folge hatte ich sehr gute und ehrliche Gespräche mit Fabian Wohlgemuth und Sebastian Hoeneß. Beide haben mir ein sehr gutes und positives Gefühl gegeben. Daher fiel mir die Entscheidung am Ende sehr leicht.“
Worauf freust du dich beim VfB am meisten?
Dzenan Pejcinovic:„Erst einmal freue ich mich auf die MHP Arena. Es reizt einen Spieler natürlich, in einem immer ausverkauften Stadion zu spielen. Und ich freue mich, meine neuen Mannschaftskollegen kennenzulernen und mich schnell einzufinden.“
Den ein oder anderen deiner neuen Mitspieler kennst du ja bereits, richtig?
Dzenan Pejcinovic: „Ja, mit Finn Jeltsch, Dennis Seimen und Laurin Ulrich gibt es schon einige Jungs, die ich bereits kenne- entweder als Gegner oder gemeinsame Spiele für die U-Nationalmannschaften. Ich werde versuchen, mich schnell in die Mannschaft hineinzufinden und vielleicht nimmt mich der eine oder andere ein bisschen an die Hand (lacht). Jetzt ist es erst einmal wichtig, schnell ins Training reinzukommen.“
Wie groß ist die Vorfreude auf das Training und auch auf den Coach?
Dzenan Pejcinovic: „Die ist groß. Ich hatte sehr gute Gespräche mit dem Trainer. Wir haben uns beide gewünscht, dass ich am Dienstag direkt ins Training starten kann. Davon gehen wir jetzt auch aus.“
Wie hast du den VfB in den vergangenen, durchaus erfolgreichen Jahren verfolgt?
Dzenan Pejcinovic:„Als wir selbst gegen den VfB gespielt haben, habe ich eine Mannschaft gesehen, die sowohl stark mit als auch gegen den Ball ist. Daher war die Entscheidung für mich keine schwere, da ich mir sicher war, hier spielen zu wollen und gemeinsam mit der Mannschaft Erfolge zu feiern.“
Woran erinnerst du dich, wenn du an das Spiel gegen uns in der vergangenen Saison zurückdenkst?
Dzenan Pejcinovic:„Der VfB war in dem Spiel klar überlegen und wir haben verdient verloren. Die Art und Weise, wie der VfB gespielt hat, hat mich überrascht und umgehauen. Es war mein Traum, für eine solche Mannschaft spielen zu können. Dementsprechend freue ich mich natürlich, dass ich das verwirklichen konnte.“
Auf dem Platz bist du fürs Toreschießen zuständig. Was bist du abseits des Feldes für ein Typ?
Dzenan Pejcinovic:Ein ganz entspannter, ich brauche einfach nur ein paar gute Cafés und ein, zwei gute Italiener (lacht). Ich glaube aber, dass ich mich schnell in einer Stadt zurechtfinden kann, vor allem in so einer schönen Stadt wie Stuttgart.“
Drei Fakten zu Dzenan Pejcinovic
Medaille. Im Jahr 2024 verlieh der Deutsche Fußball-Bund (DFB) dem Stürmer die Fritz-Walter-Medaille in Silber. Die Ehrung in Gold, Silber und Bronze stellt die höchste Einzelauszeichnung im deutschen Nachwuchsfußball dar.
Dreierpack. Seine ersten drei Bundesliga-Tore hat Dzenan Pejcinovic ausgerechnet via Dreierpack erzielt. Am 20. Dezember 2025 schoss er bei der 3:4-Niederlage gegen den SC Freiburg alle drei Treffer des VfL Wolfsburg.
Größe. Mit einer Körpergröße von 1,88 Meter gehört der 21-Jährige zu den größeren Offensivspielern im Kader des VfB.
Mit Dzenan Pejcinovic hat der VfB einen weiteren Neuzugang für die Saison 2026/2027 verpflichtet. Der 21-Jährige lief zuletzt für den VfL Wolfsburg auf und erzielte für die Niedersachsen wettbewerbsübergreifend in 39 Pflichtspielen zwölf Tore. Beim VfB erhält der Stürmer einen Vertrag bis zum 30. Juni 2031.
Dzenan Pejcinovic sagt: „Ich kann es kaum erwarten, beim VfB loszulegen, die Vorfreude ist riesig. Ich kenne schon einige meiner neuen Mitspieler aus den Nachwuchsteams des DFB und hatte sehr gute Gespräche mit den Verantwortlichen, deshalb musste ich nicht lange überlegen, als ich vom Interesse des VfB gehört habe. Jetzt möchte ich so schnell wie möglich richtig ankommen und meinen Teil zu einer erfolgreichen Saison für den VfB beitragen.“
Fabian Wohlgemuth, Vorstand Sport beim VfB, sagt: „Wir haben uns intern sehr früh darauf verständigt, Dzenan Pejcinovic zu verpflichten. Wir sind zum einen von seinen fußballerischen Fähigkeiten überzeugt, zum anderen war es unser Bestreben, den Kader für die anstehenden Aufgaben in der Bundesliga, in der Champions League und im DFB-Pokal weiter zu verstärken. Dzenan bringt alles mit, um sofort eine wertvolle Option in der Offensive zu sein, gleichzeitig hat er als junger Spieler noch viel Entwicklungspotenzial. Nicht zuletzt ist es ein tolles Signal, dass sich ein am Markt sehr begehrter Spieler für einen Wechsel zu uns entschieden hat. Auch das bestätigt den kontinuierlichen Aufwärtstrend des VfB Stuttgart in den vergangenen Jahren.“
41 Tore in 49 U-Länderspielen für Deutschland
Dzenan Pejcinovic wurde am 15. Februar 2005 in München geboren. In seiner Heimatstadt begann seine fußballerische Laufbahn beim SC Bajuwaren München, ehe er sie anschließend im Nachwuchs des FC Bayern München fortsetzte. Im Sommer 2017, als er zwölf Jahre alt war, wechselte er ins Nachwuchsleistungszentrum des FC Augsburg und durchlief sämtliche Nachwuchsmannschaften bei den Fuggerstädtern. In dieser Zeit entwickelte er sich zudem zum deutschen U-Nationalspieler. Zur Saison 2022/2023 schloss sich der Sohn montenegrinischer Eltern dem VfL Wolfsburg an. Er spielte zunächst für die U19 der Niedersachsen, ehe er am 27. Mai 2023 im Alter von 18 Jahren und drei Monaten sein Bundesliga-Debüt gab. Insgesamt absolvierte er wettbewerbsübergreifend 39 Profipartien für den VfL Wolfsburg, in denen ihm zwölf Tore und eine Vorlage gelangen. In der Saison 2024/2025 lief er ein Jahr auf Leihbasis für Fortuna Düsseldorf auf – in 19 Zweitliga-Spielen sowie einem DFB-Pokal-Einsatz erzielte er fünf Tore.
Dzenan Pejcinovic besitzt sowohl die deutsche als auch die montenegrinische Staatsbürgerschaft. Nachdem er in der U15 ein U-Länderspiel für Montenegro absolvierte, hat er seit der U16 sämtliche U-Nationalmannschaften Deutschlands durchlaufen. Insgesamt spielte er bislang 49-mal für den DFB-Nachwuchs – dabei gelangen ihm 41 Tore und zehn Vorlagen. Aktuell gehört er der deutschen U21-Auswahl an und kam in der laufenden Qualifikation zur U21-Europameisterschaft 2027 bereits sechsmal zum Einsatz.
Drei Fakten zu Dzenan Pejcinovic
Medaille. Im Jahr 2024 verlieh der Deutsche Fußball-Bund (DFB) dem Stürmer die Fritz-Walter-Medaille in Silber. Die Ehrung in Gold, Silber und Bronze stellt die höchste Einzelauszeichnung im deutschen Nachwuchsfußball dar.
Dreierpack. Seine ersten drei Bundesliga-Tore hat Dzenan Pejcinovic ausgerechnet via Dreierpack erzielt. Am 20. Dezember 2025 schoss er bei der 3:4-Niederlage gegen den SC Freiburg alle drei Treffer des VfL Wolfsburg.
Größe. Mit einer Körpergröße von 1,88 Meter gehört der 21-Jährige zu den größeren Offensivspielern im Kader des VfB.
In der 62. Minute kam er ins Spiel, in der 64. Minute köpfte er zum zwischenzeitlichen 2:0 ein. Ramon Hendriks erlebte einen wunderbaren Samstag, 8. August 2026, und freute sich anschließend mit seinen Teamkollegen über den Erfolg gegen Premier-League-Club Everton FC (3:1). Auch von der Kulisse bei der weiß-roten Saisoneröffnung zeigte sich der niederländische Defensivakteur beeindruckt, wie er im Interview erklärt.
Hallo Ramon, erst die Präsentation auf der Bühne, später das Testspiel in der MHP Arena – wie hast du die Saisoneröffnung am Samstag beim VfB erlebt?
Ramon Hendriks: „Es war ein etwas längerer Spieltag als gewöhnlich, aber das nehmen wir gerne in Kauf. Wir können dankbar sein, wie viele Fans zu unserer Saisoneröffnung gekommen sind. Dass bei einem Testspiel mehr als 40.000 Fans dabei sind, ist sensationell. Auch zuvor auf der Bühne war eine Menge los. Die Unterstützung der Fans ist fantastisch, das weckt Vorfreude auf die Saison.“
Wie fühlt es sich als Spieler an, bei der Mannschaftspräsentation in solch ein weiß-rotes Meer blicken zu können?
Ramon Hendriks: „Eigentlich ist es gar nichts Überraschendes mehr – und dennoch ist es außergewöhnlich und grandios. Seit ich vor zwei Jahren zum VfB kam, erlebe ich an jedem Spieltag, dass die Fans uns unfassbar ‚pushen‘. Sie sind immer in großer Zahl da und gehen mit uns durch die gesamte Saison. Für uns als Spieler ist dieser Zusammenhalt unfassbar wichtig.“
Lass uns auf das Testspiel blicken: Gegen Everton haben deine Teamkollegen und du mit 3:1 gewonnen. Wie fällt dein Fazit aus?
Ramon Hendriks: „Es war ein guter Test für uns. Everton ist ein ambitionierter Premier-League-Club und hat uns gefordert, doch wir haben oftmals gute Lösungen gefunden. Die Spiele gegen internationale Gegner sind nochmals etwas Anderes als in der Bundesliga. Niko (Nartey, Anm. d. Red.) hat das erste Tor mit einer tollen Bewegung erzielt, wir hatten insgesamt einige gute Phasen in unserem Auftritt.“
Eine weitere Szene hängt unmittelbar mit dir zusammen. Kurz nach deiner Einwechslung hast du das 2:0 geköpft. Dürfen wir dich jetzt ‚Kopfball-Ungeheuer‘ nennen?
Ramon Hendriks: „(lacht) Es war in erster Linie ein perfekter Ball von ‚Bad‘ (Badredine Bouanani, Anm. d. Red.), ich konnte mich im Strafraum gut durchsetzen und seinen Eckball einköpfen. Generell konnten wir immer wieder Gefahr erzeugen – sei es durch Standardsituationen oder aus dem Spiel heraus. Das möchten wir mitnehmen in die nächsten Partien, wenn es um Punkte oder ein Weiterkommen geht.“
Der nächste Testspiel-Gegner aus England folgt am Samstag. Es ist zugleich der letzte Test der Saisonvorbereitung. Was nehmt ihr euch für den Vergleich beim FC Fulham vor?
Ramon Hendriks: „Wir möchten sehen, wo wir gegen Ende der Vorbereitung stehen. Wir können viel Positives aus dem Match gegen Everton mitnehmen. Es gibt aber auch Aspekte, die wir analysieren und verbessern müssen. Gegen Fulham werden wir probieren, diese Themen schon wieder ein Stückchen besser zu machen. Es ist auf jeden Fall cool, erneut gegen einen Premier-League-Club zu testen. Das wird eine gute Herausforderung.“
Die nächsten Termine:
Der VfB setzt in der neuen Woche seine Saisonvorbereitung fort. Nachdem das Trainingslager in Grassau erfolgreich beendet ist, wird am Clubzentrum in Cannstatt gearbeitet. Das nächste und zugleich letzte Testspiel findet am Samstag, 15. August 2026, um 17 Uhr, beim FC Fulham in London statt. Am Freitag, 21. August 2026, um 20.45 Uhr, folgt die erste Pflichtpartie der Saison 2026/2027 – im Rahmen der ersten DFB-Pokal-Runde treten die Jungs aus Cannstatt beim F.C. Hansa Rostock an.
Die Aufstellung:
Fabian Bredlow (82. Marius Funk) – Maximilian Mittelstädt (63. Ramon Hendriks), Finn Jeltsch (63. Jeff Chabot), Dan-Axel Zagadou (C) (33. Ameen Al-Dakhil, 89. Laurin Ulrich), Nikolas Nartey (63. Leonidas Stergiou) – Angelo Stiller (63. Atakan Karazor), Grischa Prömel (46. Chema) – Chris Führich (63. Josha Vagnoman), Lazar Jovanovic (46. Badredine Bouanani) – Tiago Tomás (63. Deniz Undav), Jovan Milosevic (63. Ermedin Demorovic)
Der Spielverlauf:
Sebastian Hoeneß gab nach dem Trainingslager die Richtung vor. „Wir wollen zeigen, dass wir wieder einen Schritt weiter sind“, hatte der Chefcoach vor der Testpartie gegen den Everton FC gesagt. Seine Jungs aus Cannstatt setzten das um: Lazar Jovanovic verzeichnete die erste Chance (8. Minute) – und Nikolas Nartey sorgte keine zehn Minuten später für das 1:0 (16., siehe „Die Tore“). Das Team mit dem roten Brustring, das die Saisoneröffnung traditionell im Heimtrikot spielte, agierte gegen den Premier-League-Club zunächst dominant. Erst im Verlauf der ersten Halbzeit kam Everton zu nennenswerten Abschlüssen: Finn Jeltsch und Fabian Bredlow klärten im Verbund gegen Charly Alcaraz (31.), anschließend verpasste Beto eine Hereingabe (35.). Die Begegnung gestaltete sich ereignisreich: Finn Jeltsch per Kopfball und Lazar Jovanovic per Schuss verpassten das 2:0 (39./42.). Die 1:0-Führung? War zur Halbzeit in Ordnung.
Der VfB kam agil aus der Pause. Tiago Tomás scheiterte an Everton-Keeper Mark Travers (47.), Chris Führich am Pfosten (55.). Nach einer Stunde Spielzeit wechselte Chefcoach Sebastian Hoeneß siebenfach. Ein „Joker“ stach direkt: Ramon Hendriks köpfte zum 2:0 ein (64.). Der Gast aus England gab keineswegs auf – Thierno Barry erzielte per Elfmeter den Anschlusstreffer (72.), nur noch 2:1 aus VfB-Sicht. Stuttgart rang um die Kontrolle, die Partie wies auch im Schlussviertel eine gute Intensität auf. Ermedin Demirovic köpfte an die Latte (84.), Badredine Bouanani sorgte kurz vor Abpfiff mit einer Direktabnahme für das 3:1 (90.). Somit gewann der VfB seine Saisoneröffnung – und bleibt in allen fünf Testpartien unbesiegt.
Die Tore:
1:0 – 16. Minute: Ein herrlicher Spielzug. Über Lazar Jovanovic und Jovan Milosevic kombiniert sich der VfB in die generische Hälfte. Nikolas Nartey startet in den freien Raum und schließt aus zehn Metern ab.
2:0 – 64. Minute: Badredine Bouanani tritt den Eckball von rechts, Ramon Hendriks setzt sich an der Fünfmeterlinie durch und köpft wuchtig ein. Kurios: Er war erst zwei Minuten zuvor eingewechselt worden.
2:1 – 72. Minute: Everton erhält einen Strafstoß. Thierno Barry übernimmt die Verantwortung, verzögert beim Anlauf und schießt präzise in die linke Ecke.
3:1 – 90. Minute: Leonidas Stergiou setzt sich auf der rechten Bahn durch, flankt nach innen – und dort nimmt Badredine Bouanani mit seinem linken Fuß den Ball direkt. Das Spielgerät landet im langen Eck.
Die Trainer-Stimme:
Cheftrainer Sebastian Hoeneß: „Im Grunde genommen bin ich mit unserem Spiel zufrieden. Wir haben gegen einen guten Gegner gewonnen. Beiden Teams war anzumerken, dass sie aus einer Trainingslager-Woche kamen. Wir hatten überzeugende Phasen und Phasen, in denen wir naturgemäß noch zulegen können. Genau so soll es in einem Testspiel sein – wir können unterschiedliche Szenen aus der Partie ziehen. Gefreut hat uns der gesamte Rahmen: Es war eine tolle Kulisse bei diesem Opening.“
Die Besonderheit:
Saisoneröffnung. Ein Tag ganz in Weiß und Rot. Ab 10 Uhr bot der VfB auf der Eventmeile entlang der Mercedesstraße zahlreiche Attraktionen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Zudem präsentierten sich Präsidium, Vorstand sowie Profi- und Frauenteam auf der Bühne. Circa 50.000 Fans kamen zur Saisoneröffnung – das Testspiel in der MHP Arena gegen den Everton FC sahen 43.000 Fans.
Die nächsten Termine:
Der VfB setzt in der neuen Woche seine Saisonvorbereitung fort. Nachdem das Trainingslager in Grassau erfolgreich beendet ist, wird am Clubzentrum in Cannstatt gearbeitet. Das nächste und zugleich letzte Testspiel findet am Samstag, 15. August 2026, um 17 Uhr, beim FC Fulham in London statt. Am Freitag, 21. August 2026, um 20.45 Uhr, folgt die erste Pflichtpartie der Saison 2026/2027 – im Rahmen der ersten DFB-Pokal-Runde treten die Jungs aus Cannstatt beim F.C. Hansa Rostock an.
Fünf Tage lang hat der VfB im Trainingslager gearbeitet. Am heutigen Freitagmittag, 7. August 2026, reisten die Jungs aus Cannstatt von Grassau zurück. Mit der weiß-roten Saisoneröffnung am Samstag, 8. August 2026, steht ein Highlight bevor – um 17 Uhr testet der VfB in der MHP Arena gegen den Everton FC. Cheftrainer Sebastian Hoeneß spricht über aktuelle Themen.
Cheftrainer Sebastian Hoeneß über …
… die Eindrücke aus dem Trainingslager: „Es war ein durchweg gelungenes Trainingslager. Wir nehmen positive Eindrücke mit nach Stuttgart. Wir hatten gute Bedingungen, die Jungs haben gut mitgezogen. Wir sind insgesamt wieder ein Stück weiter.“
… unterschiedliche Leistungsstände durch unterschiedliche Trainingseinstiege: „Das ist ein normales Thema im Zuge einer Vorbereitung. Aufgrund der WM haben einige Jungs noch etwas länger Pause gehabt. Insgesamt präsentieren sich alle Jungs fit, frisch und sehr motiviert. Der Konkurrenzkampf ist in positiver Weise vorhanden – Fakt ist, dass wir in zwei Wochen bereits unser erstes Pflichtspiel haben werden. Es macht viel Freude, mit dem Team zu arbeiten.“
… den Floßbau als Teamevent im Trainingslager: „Die Jungs haben es top angenommen und hatten Spaß. Es lässt sich auch bei solch einer Herausforderung die eine oder andere Parallele zum Fußball ziehen: Die Spieler mussten als Team verschiedene Aufgaben meistern und haben das hervorragend geschafft. Darüber hinaus hatten wir viele intensive Einheiten im Trainingslager und konnten somit nochmals einen anderen Reiz setzen.“
… die Erwartung an das Testspiel gegen den Everton FC: „Wir wollen zeigen, dass wir wieder einen Schritt weiter sind. Zugleich wissen wir, dass wir aus einem Trainingslager kommen, in dem wir intensiv gearbeitet haben. Everton wird ein physisch guter Gegner sein. Wir möchten viel von dem auf den Platz kriegen, das wir uns zuletzt erarbeitet haben. Wir freuen uns auf den gesamten Rahmen mit der Saisoneröffnung und vielen Fans.“
… den Stand bei Neuzugang Leo Sauer: „Wir sind froh, dass er bereits im Trainingslager dabei sein und seine Mitspieler kennenlernen konnte. Er ist im Aufbautraining, macht einen Schritt nach dem anderen.“
Tickets im freien Verkauf – DAZN überträgt live
Live in der MHP Arena oder live bei DAZN? Die weiß-roten Fans entscheiden selbst. Für die Saisoneröffnung am Samstag, 8. August 2026, um 17 Uhr, sind noch Tickets im freien Verkauf verfügbar. Darüber hinaus überträgt DAZN die Begegnung kostenlos und ohne Abo live.



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